Von Kristin Schulze

Parchen l Wenn Hähne um die Wette krähen, Karnickel einen Sprint hinlegen und Brieftauben gen Himmel fliegen, dann ist Mühlenfest in Parchen. Bundesweit wird am Pfingstmontag, 9. Juni, der Mühlentag begangen. In Parchen steht zu diesem Anlass einiges auf dem Programm.

Rund um die Bockwindmühle, also am Ortsausgang in Richtung Hohenseeden, findet ein Fest statt, das mit dem 20. Hähnewettkrähen beginnt.

Ab 9.30 Uhr werden die Käfige für die Hähne vorbereitet. "Das große Krähen" beginnt um 10 Uhr. "Der Züchter, dessen Hahn gar keinen Kräher von sich gibt, bekommt eine Abmahnung", sagt Dorfchronist Günther Schulenburg. Er nimmt den Hähnen zugleich den Druck: "Auch wenn gar nicht gekräht wird, darf der Hahn 2015 wieder mitmachen."

Das Parchener Mühlenfest hat laut Schulenburg eine lange Tradition: "Die Premiere ging am 31. Mai 1993 über die Bühne. Fast 1000 Besucher waren da." Das erste Wettkrähen der Hähne fand am 5. Juni 1995 statt. 32 Hähne waren am Start.

Aber zurück zur Gegenwart: Am Pfingstmontag kann nicht nur den Hähnen gelauscht werden, auch die Bockwindmühle steht für Interessierte offen. Von 10 bis 18 Uhr sind Besichtigungen möglich.

Das Parchener Mühlenfest wird vom Heimat- und vom Rassegeflügelzuchtverein gemeinsam organisiert. Die Vorsitzende des Heimatvereins Elke Lendner gibt einen kleinen Vorgeschmack:

"Um 14 Uhr lassen die Taubenzüchter ihre Brieftauben fliegen. Das ist immer ein sehr eindrucksvolles Bild." Um 15 Uhr beginnt die Karnickel-Weltmeisterschaft." Traditionell wird hier das schnellste Karnickel gesucht. Anmelden kann man sich und seinen Vierbeiner am 9. Juni vor Ort. "Weil es in diesem Jahr keinen Buchweizen gibt, können wir auch keine Buchweizentorte anbieten", sagt Lendner. Hungern muss aber trotzdem niemand. Das Mühlenbrot, frisch vom Parchener Bäcker, wird vom Heimatverein verkauft und auch sonst ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Die kleinen Gäste kommen beim Ponyreiten oder auf der großen Hopseburg auf ihre Kosten.