Er zählt zu den wenigen Wahrzeichen, die Genthin ausmachen: der Wasserturm Um seinen Zustand sorgt sich Elmar Potas. Deshalb seine Frage: Wann wird der Wasserturm saniert. Es antwortet Bürgermeister Bernicke.

Der Zustand des Wasserturms wurde gutachterlich ermittelt und die Standsicherheit als gefährdet eingestuft. Allerdings ist damit keine akute Gefährdung bezeichnet, sondern zum Ausdruck gebracht worden, dass für den dauerhaften Bestand grundlegende Arbeiten erforderlich sind. Die eingeschätzte Gefährdung der Substanz wird durch die Verwaltung ständig kontrolliert. Der Sanierungsbedarf beträgt zirka eine Million Euro. Die Projektumsetzung ist vorbereitet worden.

Es wurden zwei Bauabschnitte gebildet, einer für innen und einer für außen. Der gesamte Bauaufwand wäre auch nicht in einem Jahr abzuwickeln. Mehrere Bauabschnitte erscheinen auch für die Finanzierbarkeit realistischer.

Um das Wasserturm-Projekt bezahlen zu können, wurde ein Antrag auf Förderung aus der Stadtsanierung beantragt. Für das Haushaltsjahr 2011 wurden auch Gelder aus diesem Förderprogramm bewilligt, die in der Summe für einen 1. Bauabschnitt ausreichen würden. Allerdings stehen uns diese Mittel nicht kassenwirksam in einem Jahr zur Verfügung, sondern wurden über mehrere Jahre aufgesplittet.

Daher müssen wir prüfen, ob mit diesem Mitteleinsatz ein technologisch sinnvoller Bauabschnitt zu gewährleisten ist. Das setzt dann aber auch voraus, dass die Stadt die Drittel-Anteilsfinanzierung aufbringen kann. Das wiederum ist angesichts der Haushaltslage der Stadt kritisch zu betrachten, denn die Gegenfinanzierung von eingeworbenen Fördermitteln aus einem unterdeckten Haushalt wäre nur in den Fällen möglich, wo es sich um rentierliche Investitionen oder unaufschiebbare Maßnahmen handelt.

Beides muss beim Wasserturm ausgeschlossen werden, auch die Unaufschiebbarkeit, denn, wie erwähnt, geht von diesem Bauwerk keine unmittelbare Gefährdung aus.

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