Nach dem verregneten Fest im vergangenen Jahr wurde die Stiftung Kloster Jerichow beim Pfingstbieranstich am vergangenen Sonnabend mit dem herrlichsten Wetter beschert - und mit vielen Besuchern, die hier im Innenhof einen schönen Abend verbringen konnten. Ein bisschen anders als sonst war er auch.

Jerichow l Zwei Besonderheiten gab es: Die beiden Landratskandidaten, die sich am kommenden Sonntag der Stichwahl stellen, waren zu Gast und wurden von Horst Mittendorf vom Stiftungsvorstand auch gleich dazu "verdonnert", das Fass Pfingstbier anzustechen. Und vor Festbeginn wurde vor dem Kloster das Foto für die "Volksstimme-Foto-Olympiade" gemacht. Das heißt: Es kamen eine Menge Jerichower, und sie alle drängten anschließend auf einmal hinein auf den Klosterhof und an den Verpflegungsstand ...

Ob der "Grillmeister" Daniel Schünicke, der als Redekiner außen vor war bei diesem Foto-Olympiade-Termin, das jemals verzeihen wird, ist noch sehr fraglich. Denn er musste bei Hitze "von oben" plus Hitze vom Grill in Hochleistung Würstchen und Steaks wenden, bis der Schweiß in Strömen lief - und doch war die "Schlange" am Imbiss unvermeidlich. Um es hier noch einmal ganz klar zu sagen: Nicht die Stiftung Kloster Jerichow, sondern die "Volksstimme" ist schuld an diesem "Stau"! Trotzdem: Es war toll, wie die Jerichower und Einwohner der kleinen Ortsteile mitgezogen haben - auch bei dem Extra-Wunsch von Jan Wißgott, Leiter der Stiftungsverwaltung, der mit roten Regenschirmen das Kloster-Logo gestaltet haben wollte. Auch das ist wirklich gelungen!

Den Pfingstbieranstich haben Horst Mittendorf und Jan Wißgott diesmal etwas nach hinten geschoben. Erstmal gab`s Bier vom Stand, um die Spannung, wer denn diesmal das Fass anstechen würde, noch ein bisschen zu erhöhen.

Horst Mittendorf begrüßte die Gäste und erinnerte daran, dass er an dieser Stelle immer seine Wünsche geäußert habe. Nun aber könne er wieder nur sagen: "Ich bin wunschlos glücklich mit dem, was hier im Laufe der Jahre, und gerade in der letzten Zeit, entstanden ist - und stolz!" Zehn Jahre wird die Stiftung Kloster Jerichow am 13. Dezember. "Wir feiern zehn Jahre mit kleinen Schritten, großen Schritten und am Ende Riesenschritten", erinnerte Mittendorf.

Doch an diesem Abend, da sollten alle nur die "Früchte" genießen, sollten mitfeiern und annehmen, was hier geschaffen wurde. Das wünschten sich Mittendorf und Wißgott. Auch Stiftungsvorstand Ulrich Rethfeld war da und sichtlich zufrieden - auch mit der Entscheidung, die Horst Mittendorf anschließend verkündete: Die beiden Landratskandidaten Steffen Burchhardt (SPD) und Lutz-Georg Berkling (CDU) sollten gemeinsam das Pfingstbier-Fass anstechen und anschließend auch noch die Gäste bedienen. "Passen Sie auf, dass nichts daneben geht, das darf es später auch nicht", spannte Mittendorf den Bogen zu den Aufgaben für den Landkreis, die die beiden Kandidaten zukünftig erfüllen wollen.

Es ging dann doch eine ganze Menge daneben - aber das war nicht die Schuld der beiden Männer, die das Fass-Anstechen ausgezeichnet hinbekommen haben - sondern die anschließend aufgesetzte Fass-Lüftung klemmte und das Bier spritzte ... Es blieb aber noch genug übrig zum Verteilen, und das taten Burchardt und Berkling dann auch, bis das Fass leer war.

Kurzweilige Unterhaltung gab es später noch mit einer "Pilgerin", die sich des kürzeren Weges wegen statt Jericho in Israel Jerichow "um die Ecke" als Ziel ausgesucht hatte - als solche hatte sich Christine Graf, Chefin des Redekiner Amateurtheaters, verkleidet und für Heiterkeit gesorgt. Dann traten die "Crazy Smilies" auf, die Tanzgruppe des Redekiner Amateurtheaters, die von Diana Müller trainiert wird.

Und später bis in die Nacht hinein gab es, wie angekündigt, Unterhaltung mit Rainer Trunk und seiner Band.

   

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