Brettin l In Begleitung von Schülern der neunten Klasse erkunden die zukünftigen Klassen 5a und 5b die Sekundarschule Brettin am Tag der offenen Tür.

Sechs Jahre werden die Noch-Grundschüler in Brettin lernen, zuvor stehen die großen Sommerferien an. "Ferien sind ja bekanntlich das Beste an der Schule", schickt Schulleiter Egbert Siegert voraus, um die Neuankömmlinge willkommen zu heißen.

Erster Halt: Musikraum. Die "Mentorinnen" Jessica Nickelsen, Lisa-Marie Thiele und Lisa-Marie Später kümmerten sich um eine der fünften Klassen. "Der Rundgang durch die Schule dauert etwa eine Stunde", kündigt Lisa-Marie Thiele an. Gut, dass die zukünftige Musiklehrerin Christine Bender zur Auflockerung etwas aus ihrem Lehreralltag plaudert. "Die ältesten meiner ehemaligen Schüler sind jetzt um die 50 Jahre alt", sagt sie. Anschließend kann sich die Lehrerin auch von den musikalischen Qualitäten der Grundschüler überzeugen. Es wird gemeinsam gesungen.

"Wo ist denn unsere Fußball- Nationalmannschaft?"

"Wo ist denn unsere Fußball-Nationalmannschaft?", fragte Lehrerin Sabine Nickl im Geographieraum mit Blick auf den großen Globus. Zunächst fragende Gesichter, bis die Neuntklässlerin Jessica Nickelsen eingreift und den Neuzugängen Brasilien auf der großen Karte zeigt. Nachdem die Weltkarte auch als großes Puzzle zusammengesteckt wurde, weiß vermutlich jeder der Grundschüler, wo die Deutschen in diesen Tagen kicken.

Nächste Station: Englischraum. Die jetzigen Fünftklässler haben ein kleines Programm mit Liedern und kurzen Sketchen einstudiert. Für viele Lacher sorgte die Figur des Poltergeistes Pomponella, der in den englischsprachigen Dialogen von verschiedenen Schülern gespielt wurde.

"Hier hat sich in den letzten Jahren einiges verändert."

Keine Scheu vor der Technik hatten die Schlagenthinerinnen Lena Schrimpf und Lisa Kehlert. "Ich bin heute mit meinem Papa und meiner Schwester hier", erzählt die zehnjährige Lisa, während sie profimäßig die Computermaus über das Pad schiebt und auf den Internetseiten der Sekundarschule Brettin blättert. In der Tür zum Klassenraum beobachten Kathrin Volkmer aus Kleinwusterwitz und ihre Schwester Ivonne Dietrich aus Kleindemsin ihre Nichte beim Surfen. "Hier hat sich einiges verändert. Die Schule ist viel schöner geworden", stellte Ivonne Dietrich fest, die selbst einmal dort paukte.

Papierchromatografie, Salzlösung und Eisenwolle. Zweifelsfrei! Hier wird Chemie unterrichtet. Gekonnt erklärt Sekundarschüler Adrian Lucht, welche Stoffe es gibt. "An der Wand seht ihr das Periodensystem der Elemente", beginnt der 13-Jährige und erläutert die verschiedenen Gruppen und Buchstabenkombinationen. Eine schwierige Frage hat Jasmin Täubert, die ihr Experiment vor der Tafel aufgebaut hat, an die Fünftklässler: "Was glaubt ihr leitet den Strom? Eisenwolle oder verrostetes Eisen?"

Poetisch geht es im Deutschraum zu. Mucksmäuschenstill ist es, als Sabrina Jürgensen ein selbst verfasstes Märchen vorliest. Auch einen Ausblick, was die "Neuen" in den nächsten sechs Jahren in den Lehrstunden erwartet, geben die Lehrerinnen Dana Gellrich und Kerstin Maeße. So werden die Grundschüler Märchen verfassen, Balladen auswendig lernen und in den höheren Klassenstufen Theater spielen.

Sprache und Historisches ist interessant, aber bleibenden Eindruck hinterlässt der Technikraum, besonders bei den Jungs. Nach einstündigem Rundgang ziehen Nick Laake aus Kleinwusterwitz und Luca Schaar aus Neuredekin ihr Fazit. "Ich fand den Technikraum gut", sagt Nick. "Ja, der hat mir auch sehr gut gefallen", fügt sein zukünftiger Klassenkamerad Luca hinzu.

Zufrieden ist auch Schulleiter Egbert Siegert: "Vor allem freue ich mich, dass so viele zukünftige Schüler mit Eltern und auch Ehemalige hier waren." Ein Tag der offenen Tür sei eine gute Möglichkeit, um ins Gespräch zu kommen. Auch für die zukünftigen fünften Klassen ist es ein besserer Start, wenn sie bereits wissen, wer sie im nächsten Schuljahr unterrichtet und wo die Klassenräume sind.

Auf einer Bank in der Abendsonne fassen Karin und Hans-Joachim Seehaus die Eindrücke zusammen. "Es ist wirklich eine sehr saubere und ordentliche Schule", erzählt Karin Seehaus. "Wir waren einfach neugierig, wie die Schule unserer Enkelin so aussieht", fügt ihr Ehemann Hans-Joachim hinzu.

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