Straßburg l Heute: Straßburg. Nach 1100 Kilometern brennen die Oberschenkel. Die Laufschuhe sind grau vom Elsässer Straßenstaub: Doch die Gesichter von 30 Erinnerungsläufern strahlen mit der Straßburger Mittagssonne um die Wette. Der Tross bewegt sich geschlossen durch die ehrwürdige Altstadt. Spontan applaudieren Passanten, als sich Läufer vorbei an der Kathedrale in Richtung Europaparlament bewegen: "Das ist unser verdienter Lohn für die Strapazen der vergangenen Tage. sagte Siegfried Klose." Tatsächlich blicken einige Athleten auf 200 individuelle Laufkilometer zurück.

Wie alle anderen ließ Holger Müller den Moment auf sich wirken: "Großartig!" Bernd Klose besorgte bei 30 Grad im Schatten zwei Sixpacks eiskaltes Bier. Soweit das lachende Auge. Das weinende: Der Staffelstab enthielt eine Urkunde, die am Parlament übergeben werden sollte. Es hat im Vorfeld auch entsprechende Absprachen gegeben. Aber es gab an diesem Nachmittag niemanden, der Zeit hatte. Der Gummersbacher Lauforganisator Stefan Esser meinte: "Es ist frustrierend, ein solches Dokument in den Postkasten geben zu müssen."

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