Genthin l "Ich bin richtig aufgeregt", bekannte Christine Würfel aus Genthin. Gemeinsam mit ihrer Tochter Janine durfte die Gewinnerin der Volksstimme-Aktion die Gruppe Karat vor deren Auftritt hinter der Bühne treffen. Gemeinsam mit den MDR-Gewinnern Rotraud Schulze, Manuela Gericke sowie Britta und Heiko Bierstedt warteten die beiden Frauen gespannt auf die Band.

Ganz feuchte Hände hatten die Teilnehmer der Runde. "Als ich heute erfahren habe, dass ich Karat treffen darf, war ich völlig durch den Wind", sagt Rotraud Schulze. Sie sei ein langjähriger Fan der Gruppe und deren Musik.

Dann kamen die Bandmitglieder und binnen Sekunden war das Eis gebrochen. Locker plauderte Sänger Claudius Dreilich mit der Runde, beantwortete Fragen und kramte in Erinnerungen. "Es ist für mich kein Problem mit meinem Vater verglichen zu werden", bekannte der 43-Jährige. Zumeist hätten die Menschen viel Lob für seinen Gesang und seine Bühnenpräsenz. Die Gewinner hatten auch Fragen zu der Zeit, als sich die Gruppe aufgrund eines Rechtsstreites nur "K..." nennen durfte.

"Das war eine schwierige Zeit für uns, da viele alte Fans mit dem neuen Namen nicht viel anfangen konnten", erinnerten sich die Bandmitglieder. Seit einem Gerichtsentscheid im Jahr 2007 darf die Gruppe nun wieder dauerhaft ihren ursprünglichen Namen tragen.

An die Kanalstadt haben vor allem die älteren in der Band noch Erinnerungen. "Bei uns haben die Menschen immer auf den Tischen getanzt", erläuterte Gitarrist Bernd Römer mit einem Lachen. Der letzte Auftritt in Genthin sei aber bereits 35 Jahre her. Vielleicht kommen sie irgendwann auch noch einmal wieder. "Wir machen weiter", versprach Schlagzeuger Michael Schwandt. Im kommenden Jahr stehe das große 40-Jahre-Jubiläumskonzert in der Berliner Waldbühne an, blickte die Band in die Zukunft.

Nachdem die Runde mit Sekt und Saft angestoßen hatte, gaben Karat eine Vielzahl von Autogrammen und jeder Gewinner bekam sein ganz persönliches Foto mit der Band. Die Geduld begeisterte die Fans. "Tolle Leute, ein unvergesslicher Tag", meinte Britta Bierstedt am Ende.