32 Abiturienten erhielten am Sonnabend in der Trinitatiskirche aus den Händen von Schulleiter Volker Schütte und den Tutoren Karin Moderzynski sowie Ilona Braun ihre Reifezeugnisse.

Genthin l Totale Kehrtwende am Sonnabend: Verrückte, schrille Outfits des letzten Schultages sind Festkleidern und Anzügen gewichen. Schriftliche und mündliche Prüfungen der vergangenen Wochen ließen 32 Gymnasiasten erfolgreich die Zielgerade ihrer siebenjährigen Gymnasialzeit passieren. 75 Schüler waren einst in der 5. Klasse angetreten, um diesen Schulabschluss zu erlangen.

Schulleiter Volker Schütte betonte in seiner Abschiedsrede, dass die Übergabe der Reifezeugnisse für den Jahrgang 2013/14, obwohl solche Ereignisse sich jährlich wiederholen, "als ein besonderer Baustein in die Analen des Bismarck-Gymnasiums eingehen werden". Die Übergabe der Reifezeugnisse, betonte er, sei eine besondere Gelegenheit, auf verschiedenen Ebenen, nicht nur der der Noten, ein Resümee zu ziehen. Um beim Abitur anzukommen, mussten "Blut, Schweiß und Tränen geopfert werden". Schütte spielte damit auf die berühmte gleichnamige Rede Churchills aus dem Jahr 1940 an. Blut, erklärte der Schulleiter, stehe für aufgeschlagene Knien von Radstürzen, Schweiß habe sich bei den Schülern bei einer Klassenarbeit eingestellt, wenn sich die Aufgaben schwieriger erwiesen haben als angenommen oder bei einer normalen Unterrichtsstunde auf der Sonnenseite von Haus II. Tränen habe es bei Misserfolgen und Rückschlägen gegeben. "Ihre Arbeit steckt dahinter, dass ihre Kinder all dies gemeistert haben. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken", sagte der Schulleiter an die Eltern gerichtet. Volker Schütte gab dann das Wort weiter an die beiden Tutoren, Karin Moderzynski und Ilona Braun, die sich in ihrer kurzen Rede sehr persönlich an die scheidenden Abiturienten wandten. "Es lohnt sich, nach Misserfolgen wieder aufzustehen", gaben sie ihren Abiturienten auf den Weg. Sie entließen ihre Schüler mit einer Zeile aus einem Gedicht von Herrmann Hesses: "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben."

Das Zusammenwirken von Chor unter Leitung von Anke Held, Instrumentalgruppe, Lehrerchor und Joachim Sack an der Orgel verlieh der gesamten Veranstaltung in der Trinitatiskirche einen würdevollen, festlichen Rahmen.

Wie bei den Übergaben der Reifezeugnisse in den vorangegangenen Jahren üblich, nahm der Förderverein Bismarck-Gymnasium erneut Ehrungen vor. "Wir wollen unsere Aktivitäten nicht allein darauf beschränken, den Schüleraustausch oder die Schulausstattung zu unterstützen", begründete Matthias Golz das Engagement des Fördervereins. Er und Wolf-Rüdiger Francke zeichneten nach der Übergabe der Reifezeugnisse Friederike Ewert aus, die mit einem Notendurchschnitt von 1,3 Jahresbeste wurde. Für ihr besonders Engagement wurden Gina Nielebock und Philipp Schulze geehrt. Gina Nielebock war langjähriges Mitglied der Tanzgruppe und gestaltete das Schullogo, die drei Häuser. Philipp Schulze agierte als technischer Leiter für die Schultechnik bei den Projekten und Konzerten der Schule. Als Übungsleiter trainierte er die Arbeitsgemeinschaft Unihockey und nahm an den Wettkämpfen für die Schule teil.

Mit dem Abitur in der Tasche nahmen auch sieben Mitglieder des Chores Abschied. Chorleiterin Anke Held wollte keinen großen Abschiedsschmerz aufkommen lassen. Die Erfahrung zeige, dass ehemalige Chormitglieder entweder bei Konzerten oder beim Tag der offenen Tür immer wieder gern vorbeischauen. Sie freue sich auch bei diesem Jahrgang auf ein Wiedersehen. Denn jedem Abschied folge ein herzliches Willkommen.

Schulleiter Schütte entließ schließlich die Abiturienten: "Gehet hin und nehmt die Weisheit an, denn sie ist viel mehr wert als Gold."

   

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