Mit den Polizeihauptmeistern Michael Kliemann und Heiko Möhring sind ab sofort in Genthin zwei Regionalbereichsbeamte tätig. Sie sollen als direkte Ansprechpartner für die Bevölkerung dienen.

Genthin l Die neuen Strukturen der Polizei Sachsen-Anhalt machen sich nun auch in der Kanalstadt bemerkbar. Sichtbares Zeichen dafür werden die neuen Regionalbereichsbeamten sein, die sich dieser Tage im Genthiner Rathaus vorstellten.

"Sie sollen Präsenz zeigen und Ansprechpartner für die Bürger sein", erläuterte Polizeioberrat Dietmar Schellbach, Leiter des Polizeireviers Jerichower Land, die Aufgaben der Beamten in aller Kürze. Daneben sollen sie auch Kontakt zu den verschiedensten Stellen, beispielsweise zu den Kommunalverwaltungen, zu Schulen, Vereinen oder Unternehmen halten. Kriminalprävention, Fahrrad-TÜV, Eigenheim-Sicherheitsberatung - nur einige der zahlreichen Aufgaben der beiden Polizeihauptmeister, die in der Region bekannt sind. Der 52-jährige Michael Kliemann ist als Ur-Genthiner vielen bekannt. "Ich habe 1988 bei der Polizei angefangen und war lange Jahre im Streifendienst in Genthin und Burg tätig", beschreibt er seinen Werdegang.

Als Mitglied des GCC sorgt er in der närrischen Saison für das rechte Licht bei den Karnevalssitzungen. Sein Kollege Heiko Möhring ist als Pareyer ebenfalls mit der Region verwurzelt. Der 48-Jährige ist seit 1991 bei der Polizei und war lange Jahre in Jerichow und Parey tätig.

"Wir freuen uns jetzt auf unsere neuen Aufgaben", sagt Möhring. Denn der direkte Kontakt mit den Bürgern sei ein wesentlicher Bestandteil der kommenden Arbeit. Die beiden Beamten werden dem Revierkommissariat Genthin unterstellt.

Mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß werden sie unterwegs sein. Auch Verkehrsmessungen gehören zum Aufgabengebiet der Regionalbereichsbeamten. Bürgermeister Thomas Barz betonte, für eine Zusammenarbeit offen zu sein, die Ortschaften sollten allerdings nicht vergessen werden. "Auch dort muss eine Polizeipräsenz spürbar sein", machte er deutlich. Er sei gespannt, ob die Rechnung im Jerichower Land aufgehe, wonach jede Kommune nur zwei Regionalbereichsbeamte bekommen soll. "Dort hätte ich mir eine stärkere Berücksichtung der Einwohnerzahl und Fläche gewünscht", meinte Barz.

Nach Gommern ist Genthin die zweite Stadt im Jerichower Land, wo die Bereichsbeamten eingesetzt werden. Insgesamt soll die Zahl auf 16 steigen. "Sukzessive werden diese Planungen nun umgesetzt", so Dietmar Schellbach. Die Genthiner Beamten werden sich in den kommenden Tagen und Wochen in der Kanalstadt vorstellen.

Michael Kliemann wird heute den Ortschaftsrat in Schopsdorf besuchen. Thomas Barz sprach eine Einladung für den Stadtrat aus, die die Beamten gern annahmen. "Es ist wichtig, dass uns die Menschen kennenlernen und wissen, das wir ab jetzt da sind", sagte Heiko Möhring am Ende der Vorstellungsrunde.