Der Elbe-Badetag in Ferchland ist eine schöne Tradition geworden, der nicht nur für die Ferchländer mache Freude bereithält, sondern auch Badelustige aus der Umgebung an den Elbestrand lockt. Am Sonntag hieß es zum 10. Mal, die Elbe zu überqueren.

Ferchland l Ursula Lüde ist die Initiatorin dieser Traditionsveranstaltung. Die Inhaberin einer Ferchländer Gaststätte führte die Liste der Teilnehmer, die mitschwimmen wollten. Eine wichtige Angelegenheit, denn am Ende musste gezählt werden. Keiner der Schwimmer durfte ein Opfer des Stromes werden.

Dass so etwas nicht passiert, dafür ist die Wasserwacht der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft dabei und begleitet die Schwimmer mit Booten. Ursel Lüde hat sie engagiert. Die Frauen und Männer haben sonst am Zabakucker See Dienst oder auf besondere Anforderung von Schulklassen oder eben wie zu einer solchen Veranstaltung. Der Chef der Truppe ist Ingo Bernau. Er nahm die Schwimmer zusammen, bevor es richtig losging, erklärte ihnen die Strecke und wie man sich verhalten soll, damit alles gut geht.

Unterdessen schien die Sonne, was das Zeug hielt. Und die zahlreichen Schaulustigen waren dankbar für jeden Luftzug, der ein wenig kühlend über den Strom strich. Innerliche Abkühlung gab es an dem Bierwagen, wo Ursel Lüdes Leute alle Hände voll zu tun hatten.

Dann aber ging es los. Der Pulk der Elbschwimmer setzte sich in Bewegung und kam zunächst gut voran, bis die Schwimmer aus dem Schutz der Buhnen in die Strömung kamen und rasch flussabwärts getragen wurden. Das aber passierte kalkuliert und unter der Begleitung der DLRG-Boote.Und so dauerte es gar nicht lange, bis der letzte Schwimmer das andere Ufer erreicht hatte. Nun hieß es, stromauf zu laufen, bis zu einer Stelle, die das Eintreffen am Ausgangspunkt, dem Ferchländer Elbufer, wahrscheinlich machte.

Als erster Schwimmer am heimischen Strand wurde Rainer Bonitz (60) von Ursel Lüde begrüßt. Er bekam neben den Glückwünschen einen erfrischenden, sommerlichen Cocktail. Alkoholfrei, versteht sich. Und auch die übrigen Schwimmer kamen freudig zurück. Die jüngste Schwimmerin, die am Sonntag die Elbe überquerte, war die neunjährige Thurid Stielau. "Es war anstrengend", sagte sie der Volksstimme. Wie sie sich fühle? "K.o." Aber sie strahlte, freute sich, dass sie es geschafft hatte, und trank ihren "Cocktail".

Auch Ingo Bernau war zufrieden. "Alle sind wieder hier, und es gab keine Verletzten."

Rahmenprogramm bietet für jeden etwas

Dann startete das Rahmenprogramm. Ursel Lüde hatte die Modegruppe "Anno dazumal" aus Hohenseeden eingeladen. Ute Braune steht den Damen vor. Am Sonntag präsentierten sie erstmals beim Elbebadetag ihre Modelle: Bademoden, wie sie vor 100 Jahren in waren. Sogar ein echter Badeanzug war dabei. Die übrigen waren nachgenähte Modelle. Das tat dem keinen Abbruch, denn die Damen unterhielten die Anwesenden auf charmante Weise .

Nicht weniger die Voltigiertruppe von Lok Jerichow, die von Susanne Stieger angeführt wurde. Unter ihrer Leitung zeigten die Mädchen und ein Junge, auch er hatte eine Blume im Haar, was die drei- bis 14-Jährigen an akrobatischen Übungen auf dem Rücken der braunen Halbblutstute drauf haben. Sie ernteten den Beifall der Anwesenden und wurden schließlich mit einem Eis für jeden belohnt.

Dass es an nichts mangelte, versteht sich nahezu von selbst, wenn eine Gastronomin den Hut aufhat. Dennoch: Die Kuchen waren frisch und selbstgebacken. Es gab Gegrilltes und Backfisch. Das bei der Hitze alles klappte, verdient also Anerkennung. Und dass es so etwas gibt. Man darf sich auf den 11. Elbebadetag freuen.

   

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