Genthin (spö) l Starkregen gepaart mit einem kräftigen Blitz - und einem folgenden tosenden Donnerschlag brach am Dienstag gegen 17.30 Uhr über Genthin herein. In nur wenigen Minuten prasselte Wasser in Mengen auf Genthin ein. Mit der Gewitterfront, die in Richtung Berlin zog, ergossen sich in ganz kurzer Zeit laut Angaben des Wetterdienstes Magdeburg 24 Liter auf einen Quadratmeter. Verhältnismäßig wenig: Von einem Gewitter, das von Halle nach Salzwedel zog, wurde Magdeburg ebenfalls am Dienstag punktuell mit 56 Litern überrascht.

Der Niederschlag, der nur in kurzer Zeit gefallen war, staute sich in Genthin minutenlang auf den Straßen und floss erst nach und nach ab. Genthins Bürgermeister Thomas Barz, der vom Dienstzimmer aus den Verlauf des Gewitters verfolgte, gestand, noch nie zwei über den Marktplatz verlaufende Bäche gesehen zu haben. Zum Glück zog der Starkregen auch keine spektakulären Einsätze der Feuerwehr nach sich. Bei einer Alarmierung im Bereich Ecke Große Schulstraße/Werderstraße habe die Feuerwehr keinen Handlungsbedarf gesehen, sagte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig. Anders bei einem Grundstück an der Bergzower Straße, wo große Mengen Oberflächenwasser in den Keller eines Hauses eingedrungen waren. Die Feuerwehrleute pumpten das Wasser über eine 200 Meter lange Leitung ab und leiteten es in den Elbe-Havel-Kanal. Der Kellerbereich wurde trockengelegt. Der Einsatz erstreckte sich von 18.45 Uhr bis 21.30 Uhr.

Für die Feuerwehrleute gab es am Dienstagabend noch einen zweiten Einsatz, der nicht mit dem Regen in Verbindung stand. Schäden an einem Isolator einer 15 kVA-Freileitung zwischen Genthin und Nielebock hatten einen Brand verursacht.