Zahlreiche Aussteller und Fahrzeuge waren am Wochenende im Gewerbegebiet-Süd in Genthin zu sehen. Von historischen Motorrädern, über Land- und Militärtechnik bis hin zu liebevoll gepflegten Limousinen gab es wahre Schätze zu sehen. Im kommenden Jahr soll es eine Neuauflage geben.

Genthin l Erfolgreiche Premiere im Gewerbegebiet-Süd. Große Resonanz gab es am Wochenende beim ersten Oldtimertreffen in dieser Form in Genthin. "Wir hatten rund 250 Aussteller und Fahrzeuge auf dem Gelände", freute sich Timo Ludwig, der mit seinem Team vom Restaurant Heideeck die Veranstaltung betreute.

Zwei- bis vierrädrige Schätze vom Baujahr 1943 bis 1994 waren auf dem Gelände zu sehen. Besonders der Sonntag zog dabei Familien an. Auch einige Kuriositäten wie die sogenannte "Ameise", von Lutz Katerbaum. Das Multicar M21 war zu DDR-Zeiten ein verbreitetes innerbetriebliches Transportfahrzeug. "Das Besondere daran war, dass man mit den Füßen lenken musste", lachte Katerbaum und führte das komplett restauriertes Fahrzeug vor. Ameise wurde es genannt, weil man die Landefläche mit viel Gewicht beladen konnte.

Manche Teilnehmer der Ausstellung hatten sich richtig ins Zeug gelegt. Martina Deger war mit ihrem Roller SR 54 Wiesel aus Möser angereist. "Der Roller ist Baujahr 1957", erzählte sie. Passend zu den 50ern trug sie ein stilvolles Kleid angelehnt an die Rock `n` Roll-Zeit. "Guck mal, das ist doch ein tolles Auto", rief Günter Meier aus Wolmirstedt, als er mit seiner Familie am Ford Fairlane Towdoor von Reiner Hunold vorbeikam. Wunderbar gepflegt präsentierte er seinen Schatz aus dem Jahr 1957. "Seit sechs Jahren bin ich damit beschäftigt, das Auto in seinem Originalaussehen zu erhalten", verrät Hunold. Rund 3000 Kilometer legt er im Jahr mit seinem Ford zurück. Allein zu Treffen wie denen in Genthin. Neben gut erhaltenen klassischen Oldtimern gab es auch Militär- und alte Landfahrzeuge zu bestaunen. Immer wieder machten die Besucher auch vor dem Fuhrpark von Steffen Räbel aus Genthin Halt. Sein besonderes Schmuckstück ist ein Wartburg aus dem Jahr 1985 mit der Aufschrift "Volkspolizei". "Sieht fast wie im Polizeiruf", wurde ihm häufig zugerufen. "Der macht in der Spitze seine 140 Sachen", konnte Räbel berichten. Was für Oberleutnant Fuchs seinerzeit ausreichend war, wäre heute für die Verbrecherverfolgung zu wenig, muss auch Fahrzeugbesitzer Räbel mit einem Schmunzeln eingestehen.

Die Mischung aus Fahrzeugvorführungen, Musik und Teilemarkt kam gut an. "Wir planen bereits jetzt für das kommende Jahr", kündigte Veranstalter Ludwig an. Der Sonntag solle im kommenden Jahr noch stärker als Familientag in den Mittelpunkt gerückt werden. "Wir möchten dann mehr Musik und Tanz bieten, damit die Leute sich länger auf dem Gelände aufhalten." Vielleicht werden im nächsten Jahr noch mehr Aussteller auf das Gelände kommen, denn die Vielfalt der Fahrzeuge soll ein weiteres Standbein der Veranstaltung werden.

   

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