Mit Jouwert Stapert aus dem niederländischen Eijsden konnte der 500. Besucher des Genthiner Sportboothafens in dieser Saison begrüßt werden. An die kleine Zeremonie schlossen sich Bürgermeister Thomas Barz und der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens an.

Genthin l "100ste Besucher sind schön, aber der 500ste ist etwas ganz Besonderes", brachte es Hafenmeister Hans-Jürgen Dalchow auf den Punkt. Wie stets bei den "runden" Gästen gab es als kleines Geschenk eine Flasche Wein. "Das freut mich sehr, sagte Skipper Stapert, der gemeinsam mit seiner Schwester Dorien Stapert und deren Ehemann Marc Creuse im Genthiner Hafen einlief.

"Wir sind eine wasserbegeisterte Familie und viel unterwegs", erzählt Jouwert, der selbst schon lange ein begeisterter Sportschiffer ist. Auch in Genthin war er bereits. "Wir sind heute zum zweiten Mal hier." Der Sportboothafen sei zwar klein, besteche aber durch kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten. "Im Bootshaus kann man auch gut zu Abend essen", sagt der Unfallchirurg im Ruhestand. In Genthin wurden Stapert und seine Familie von Bürgermeister Thomas Barz begrüßt, der ein für die Sommertage etwas unpraktisches Geschenk dabei hatte. "Das ist ein Regenschirm mit dem Wappen Genthins", erläuterte er und fügte hinzu: "Es werden wieder Tage kommen, an dem Sie ihn gebrauchen können." Begrüßt wurden die niederländischen Gäste auch vom Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens (CDU), der sich gerade in einer Besprechung im Bootshaus befand. "Es ist schön zu sehen, wie beliebt Genthin bei den Skippern ist", meinte er und erntete zustimmendes Kopfnicken von Hafenmeister Dalchow. "Wir haben jetzt 100 Besucher mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr", konnte er bestätigen. Allerdings dürfe man dabei auch die Verwerfungen durch Streiks der Schleusenwärter und das Hochwasser nicht vergessen. Nach dem Aufenthalt in Genthin machten sich die Niederländer auf der 9,70 Meter langen Valkvlet-Yacht von 1985 auf den Weg nach Berlin, wo die Spree wartet. "Ich möchte den Ruhestand nutzen, um Deutschland auf dem Wasser kennenzulernen", sagt der 72-jährige Stapert.

Die Wasserwege seien zumeist sehr gut ausgebaut und der Empfang an den Häfen oft sehr herzlich. "Genthin ist ein sehr gutes Beispiel für ein gutes Miteinander, uns wurde auch sehr schön beim Anlegen des Bootes geholfen." Der vom SV Chemie Genthin betreute Sportboothafen bleibt also weiterhin bei den Wasserenthusiasten beliebt. An manchen Wochenenden liegen Boote aus Frankreich, England, den Niederlanden, Belgien und Deutschland in trauter Eintracht nebeneinander. Dann zeigt Genthin seine Internationalität.