Bei den Stadtmeisterschaften der freiwilligen Feuerwehren nehmen die Jerichower den Pokal den Schlagenthinern ab. Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig wünscht sich noch mehr Beteiligung der anderen Wehren für das nächste Jahr. Wo 2015 um den Pokal gestritten wird, entscheiden die Wehren selbst.

Kade l Nur wer richtig zusammenarbeitet, kann gewinnen: Dass beweisen die Feuerwehrleute der Ortswehren der Stadt Jerichow bei den Einsätzen in der Region jedes Mal. Ausgezeichnet werden sie dafür nicht. "Das ist schließlich unser Job", sagte Sven Koch, Berufsfeuerwehrmann und Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kade. Die Meisterschaft der Wehren ist im Vergleich dazu eine gute Möglichkeit, um "die Kameradschaft zu fördern", erklärte Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig.

Kameradschaftlich muss es zum Beispiel an der Pumpe zugehen. Wer bei der Disziplin Löschangriff punkten möchte, braucht sieben Feuerwehrleute: "Damit die Tragkraftspritze zum Einsatz kommen kann, müssen sieben Männer gleichzeitig gut zusammenarbeiten", erklärte Wehrleiter Koch.

Doch nicht nur Löschen stand auf dem Programm: Es wurde auch geknobelt und geknotet. Der Feuerwehrmann muss nicht nur Feuer bekämpfen, sondern auch seinen Kopf benutzen können. Jüngst konnten die Jerichower Feuerwehrleute beweisen, dass sie die beste Truppe an den Schläuchen hat. Der Wanderpokal der dritten Stadtmeisterschaft ging von den Schlagenthinern an die Mitglieder der Ortswehr Jerichow. Ein kleines Kopfzerbrechen bereitete sich Stadtwehrleiter Ralf Braunschweig dann nach den Wettkämpfen doch. Die Beteiligung könnte größer sein", sagte er. Von den 17 Ortswehren der Gemeinde Jerichow haben sich nur vier beteiligt. "Das wollen wir im nächsten Jahr noch besser sehen".

Während die Jerichower den Wanderpokal nun in der Vitrine in der Feuerwehr bewundern können, lobte der Stadtwehrleiter die Kader für ein schönes Fest. "Ein gelungenes Turnier. Die Jungs dürfen alle stolz sein" und meint damit auch seine Jerichower Leute. "Auch wenn die nicht zugeben, dass sie stolz sind". Die Gastgeber konnten sich zumindest den Pokal für die Jugendwehren sichern. Der Kader Nachwuchs setzte sich gegen sieben andere Mannschaften durch.

Dafür hat das Turnier bei Sven Koch andere Qualitäten von Kade bewiesen: Vereine und Sponsoren haben dafür gesorgt, dass es zu einem richtigen Dorffest geworden ist. "Ohne die Hilfe hätte es nicht so eine schöne Veranstaltung werden können", sagte der Wehrleiter. "Viele kamen auf mich zu und freuten sich, dass in Kade mal was los ist", erzählte er.

Ein Grund das Stadtturnier wieder nach Kade zu holen? "Ach, mal sehen", meinte Koch. Lieber wäre dem Wehrleiter vielleicht der Pokal in der Kader Vitrine, auch wenn er das so recht nicht zugeben will. Trainiert werden kann wieder ab sofort, damit der Pokal seinen Platz wechselt. Damit der Austragungsort der Stadtmeisterschaft seinen Platz wechselt, können sich alle Ortswehren bei der Stadt bewerben.

 

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