Hohenbellin l Schwere Tage liegen hinter Kater Felix. Tage voller Schmerzen, weil sich der Achtjährige das Bein gebrochen hatte.

Felix war beim Rumstromern in eine Falle getreten (Foto rechts). Besitzerin Yvonne Harzendorf erzählt: "Mein Mann hat den Kater morgens gefunden. Er lag völlig fertig am Planschbecken. Mit diesem Ding am Bein." Dieses Ding - damit meint die Hohenbellinerin ein Fangeisen. Es ist etwa ein Kilogramm schwer und scheint sehr alt zu sein. Vollkommen verrostet liegt die Falle nun bei Harzendorfs auf der Terrasse.

Jemand muss sie bewusst ausgelegt haben, um ein Tier zu verletzten, denn sie war gespannt. "Keine Ahnung, für welches Tier die Falle bestimmt war", sagt Yvonne Harzendorf. Fuchs, Waschbär, Hund... "Ich finde jede Variante verwerflich, ein Tier zieht doch aus Reflex und dann ist so ein Bein auch schnell mal ab." Yvonne Harzendorf unterbricht sich schnell. Zu groß werden die Augen ihrer Tochter Stella bei dem Gedanken, dass Felix auch ein Bein hätte verlieren können. "Warum ist denn ausgerechnet unser Felix in die Falle getreten?", fragt die Siebenjährige.

Als Felix zur Familie Harzendorf kam, war Stella gerade ein Jahr alt. "Wir haben ihn von unserer Nachbarin übernommen, die sich nicht mehr um ihn kümmern konnte", erzählt Stellas Mutti. Seitdem sind Stella und Felix ein Herz und eine Seele. Die Katze lässt sich bereitwillig Sabberlätzchen umbinden und geht mit Stella durch dick und dünn.

Umso größer der Schreck, als Felix leblos vor dem Planschbecken liegt. "Die Falle wird ja nicht auf unserem Grundstück gelegen haben. Er muss sich mit letzter Kraft hierher geschleppt haben, sagt Yvonne Harzendorf.

Ein Tierarzt wurde gerufen, der die Katze verarztete. Felix hatte Glück. Nach zwei apathischen Tagen kehrten seine Lebensgeister zurück. Sein Bein verheilt gut, mittlerweile läuft er schon wieder durch Hohenbellin.

"Nun haben wir natürlich Angst, dass sowas wieder passiert", sagt Yvonne Harzendorf. Fest steht, wer Fallen auslegt macht sich strafbar: "Das Auslegen dieser Fangeisen ist verboten und wird verfolgt", heißt es von der Polizei.

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