Redekin/Scharteucke l Die Ortschaftsräte der Gemeinde sind am Dienstag das erste Mal zur Sitzung nach der Wahl zusammengekommen. Zum Vertreter des Ortsbürgermeisters Detlef Lucht wählten die Räte Michael Pieper. Anfragen stellten die Räte keine, doch dem Ortschef lag eine Anfrage der Scharteucker Bürger vor. "Die Jugend bittet den Ortschaftsrat, einen Spielplatz in Scharteucke einzurichten", stellte Detlef Lucht einen Wunsch der jungen Generation vor.

In der Anfrage mit etlichen Unterschriften werden viele Wunschspielgeräte aufgezählt: ein Sandkasten, eine Kletterwand, eine Schaukel, eine Wippe oder ein Labyrinth, stehen auf der Liste.

Das Dorf gehört zur Gemeinde Redekin und der Ortschaftsrat kümmert sich auch um die Belange des Nachbardorfs. "Ist denn jemand da aus Scharteucke?", fragte Ortschef Lucht in die überschaubare Runde. Der Redekiner hat selbst lange in Scharteucke gelebt und wunderte sich, wo denn der Spielplatz überhaupt hin soll. Rätin Christine Graf fragte, wo denn überhaupt Platz wäre. "Gemeindegrundstücke gibt es nur zwei zur Auswahl", erklärt Detlef Lucht. Zum einen bietet sich das Gelände zwischen dem ehemaligen Gutshof und der Kirche an, zum anderen ein Stück hinter dem Sportplatz.

Standort für neuen Spielplatz nicht sicher

"Dass die Leute den Spielplatz tatsächlich hinten am Sportplatz haben wollen", kann ich mir nicht vorstellen", sagte Michael Pieper.

Dann käme hingegen nur die Wiese hinter dem Gutshaus infrage. Detlef Lucht und Rüdiger Kliem können sich an Bemühungen für einen Spielplatz in Scharteucke erinnern. "Das ist damals alles im Sande verlaufen, weil es keine Genehmigungen für die Bebauung gab."

Auf Volksstimme-Nachfrage äußerte sich in Scharteucke eine Anwohnerin, die in unmittelbarer Nähe zu dem möglichen Standort wohnt, aber anonym bleiben will: "Ich will hier keinen Spielplatz." Die Konsequenzen für einen Spielplatzbau bereiteten den Räten weiterhin Kopfzerbrechen. "Wer pflegt den Spielplatz dann?", fragte Michael Pieper. Die Frage musste wie die Frage nach dem Standort für den Spielplatz offen bleiben. Detlef Lucht musste bei einer Anfrage von Gerhard Gleiche zum Zustand des Radwegs erklären, was auch bei der Betreuung eines Spielplatzes problematisch wäre: "Die drei Arbeiter, die wir vom Amt gestellt bekommen, schaffen das alles gar nicht. Jetzt fallen auch zwei länger aus.".

Eine Entscheidung, wie mit dem Antrag der Scharteucker umzugehen sei, konnte abschließend nicht geklärt werden. "Wir tagen beim nächsten Mal in Scharteucke und laden die Antragsteller zur Sitzung ein", beschloss Detlef Lucht.

Weiterhin teilte der Ortsbürgermeister den Räten mit, dass die Einwohner von Redekin sich um die Pflege ihrer angrenzenden Grundstückswege zu kümmern haben: "Die Bürger mögen doch bitte mähen und fegen bis zur Straßenmitte." Dass das mal zu vernachlässigen wäre hinnehmbar, "aber es das ganze Jahr über nicht zu machen, ist nicht in Ordnung", sagte Lucht.

Anfrage zum RedekinerFeuerlöschbrunnen

Der ehemalige Ortschaftsrat Volker Bolle machte den Rat noch auf einige Missstände im Dorf aufmerksam. "Der Feuerlöschbrunnen ist seit zwei Jahren in einem schlechten Zustand." Man komme da überhaupt nicht richtig ran, erklärte Bolle. "Da werden wir mal einen Bericht von der Feuerwehr anfordern", versprach Lucht.