Es war eine Traumhochzeit am Sonnabend in der Jerichower Klosterkirche: Valentina und Thomas Merländer haben einander hier zum zweiten Mal das Ja-Wort gegeben. Genau einen Monat zuvor haben sie im Jerichower Standesamt die Ehe geschlossen, ganz im Stillen. Schließlich gab es auch so schon reichlich Feiern mit vielen Gästen...

Jerichow l Valentina, damals noch Schliffke, hatte am 21. Juni beim Sommerfest in Redekin mit ihrem "Junggesellinnenabschied" für einiges Aufsehen und jede Menge Spaß gesorgt (Volksstimme berichtete). Ihr jetziger Ehemann Thomas Merländer stand dem nicht nach, nur hatten seine Freunde für den Junggesellenabschied etwas ganz anderes "ausgeheckt": Sie fuhren mit ihm in den Wald bei Wudicke zur Paintball-Bahn und verbrachten anschließend einen lustigen Grillabend miteinander.

Wenige Tage später, am 26. Juni, tauschten dann beide das erste Mal die Ringe, um dies nun vor dem Altar in der Klosterkirche zu wiederholen.

Dazwischen wurde aber nochmal tüchtig gefeiert, diesmal aber zusammen und mit großer Gästeschar: Am vergangenen Mittwoch war Polterabend im "Heydebleckhaus" in Klietznick. Die Hochzeit wurde dann ab Sonnabend im Jerichower Bürgerhaus gefeiert.

Zu Hause sind Valentina (33) und Thomas Merländer (35) bereits seit November 2003 in Steinitz. Zur Familie gehören bereits die zehnjährige Tochter Lena und der dreijährige Henry. "Nun sind wir komplett", sagte Valentina Merländer nach der Trauung am Sonnabend strahlend. Die Hochzeit war das Tüpfelchen auf dem "I" für das Glück der jungen Familie, und dabei hatte für sie vom ersten Blickkontakt an festgestanden: "Der ist es!"

Das war im März 2000 in der Dorfkneipe von Klietz, ihrem Heimatdorf. Sie hatte dort mit Freunden einen gemütlichen Abend verbracht, als Thomas Merländer zur Tür herein kam. "Ich wusste sofort: Den will ich!" blickt die glückliche Braut gern an diesen Moment zurück.

Und wie war es bei ihm? "Er hat sich ein bisschen geziert, war bisschen schüchtern. Deshalb hat es etwas länger gedauert", sagt sie und er stimmt schmunzelnd zu.

Thomas Merländer ist in Jerichow zu Hause und hier auch schon "ewig" in der Feuerwehr aktiv. Das hatte natürlich Folgen: Seine Kameraden rückten zahlreich und mit fast aller verfügbaren Technik an, einschließlich der neuen Drehleiter, um das junge Paar nach der Trauung auch feuerwehrtechnisch "auf Herz und Nieren zu prüfen", nicht ohne eine gehörige Portion Spaß dabei: Da mussten alte Schläuche mit der Axt durchgehackt werden, ein altes Kupplungsstück durchgesägt und ein Feuer gelöscht - allerdings wollte aus der alten Handdruckspritze einfach kein Wasser kommen. Kein Wunder, denn da waren Steine drin... Mit der zweiten klappte es dann.

Die größte Herausforderung für die Braut war die Drehleiter. "Ich habe Höhenangst! Ich steige nicht mal auf einen Stuhl", barmte Valentina Merländer mit angstvollem Blick auf den Korb, der das frisch vermählte Feuerwehr-Paar traditionsgemäß in luftige Höhen befördern sollte. Umso mehr war es ein weiterer großer Vertrauensbeweis in ihren Mann, dass sie sich dennoch darauf einließ und mit ihm mehrere Meter hoch über den jubelnden Gästen und Zuschauern schwebte.

   

Bilder