Jerichow l Die "Musikalisch-literarische Entdeckungsreise entlang der Straße der Romanik" führt auch in diesem Jahr wieder durch das Kloster Jerichow. Am kommenden Sonnabend, 2. August, beginnt hier um 18 Uhr eine Veranstaltung unter dem Motto dieser nunmehr 12. Romanik-Tour: "Eike von Repgow und das Magdeburger Recht - Gemeiner Nutz geht vor sunderlichen Nutz."

Für das Rossini-Quartett, das alljährlich zusammen mit weiteren Mitwirkenden diese Veranstaltungen gestaltet, ist dies eine Jubiläumstour: Das Quartett besteht seit 25 Jahren. Zum Quartett gehören Marco Reiß (Violine), Ingo Fritz (Viola/Violine), Marcel Körner (Violoncello) und Wolfram Wessel (Kontrabass). Darüber hinaus werden weitere Musiker dabei sein, außerdem auch wieder die Mezzosopranistin Undine Dreißig und als Sprecher der Schauspieler und MDR-Moderator Wolfgang Kloser.

Zum Thema der aktuellen Romaniktour heißt es in der Ankündigung unter anderem: "Der "Sachsenspiegel" ist die erste deutschsprachige Rechtssammlung des praktizierten Landrechts. Es gilt als eines der ältesten Rechtsbücher überhaupt. Es wurde auf der Burg Falkenstein im Jahre 1225 von Eike von Repgow aufgeschrieben. Etwa ab 1130 entwickelt sich in Magdeburg Stadtrecht als Gewohnheitsrecht der Kaufleute und wird 1188 als Privileg von Erzbischof Wichmann verliehen... Das Magdeburger Stadtrecht gelangt mit dem Sachsenspiegel als Magdeburger Recht durch Rechtsverleihung nach Osteuropa. Es gilt als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Stadtrechte. Der Magdeburger Oberhof mit seinen Schöffen fungierte über Jahrhunderte als führende Instanz in Mitteldeutschland , fand aber ebenso Anwendung in Prag, Leitmeritz, Warschau, Posen oder Kiew sowie in verschiedenen russischen Städten bis nach Nowgorod..."

Texte zum Thema werden verknüpft mit mitteldeutscher Barockmusik von Händel, Telemann, Fasch und Bach.