Parchen (mfe) l Ein besonderes Wiedersehen feierten am Sonntag 13 Gäste der Jubelkonfirmation in der frisch sanierten Parchener Kirche. Die Teilnehmer waren vor 50, 60 und 65 Jahren konfirmiert worden und erhielten während eines Abendmahlgottesdienstes einen erneuten Segen.

Es sei ein schöner Tag für die Anwesenden, sagte Mathias Barniske während des Gottesdienstes. "Bei allem, was uns an schwierigen Dingen umgibt, ist doch viel Gutes da, für das man Gott danken muss", machte er in den persönlichen Worten an die Jubelkonfirmanden deutlich. Vieles im Leben sei nicht selbstverständlich, daran solle man an einem solchen Tag auch denken.

Neben dem gemeinsamen Abendmahl und den Worten zum Glauben, die Pfarrer Barniske sprach, war der Gottesdienst von Musik und Gesang geprägt. Die musikalische Begleitung steuerte Kantor Gottfried Spiegel bei, der die Orgel erklingen ließ. Die Jubelkonfirmanden waren zumeist aus der Umgebung im Jerichower Land angereist. Einige kamen auch aus Magdeburg, eine Teilnehmerin sogar aus Staßfurt. In der Gaststätte Herget schlossen die Gäste den Tag bei Kaffee und Kuchen ab. Dabei wurde manche Erinnerung an die Konfirmandenzeit wieder aufgefrischt. "Es war ja doch einiges anders", meinte der Parchener Horst Kühne, der vor 65 Jahren konfirmiert wurde. "Wir hatten erst Christenlehre und später Konfirmandenunterricht."

Da musste richtig gebüffelt werden. Biblische Geschichten genau so wie die zehn Gebote. "Am Ende wurden wir von Kirchenvertretern geprüft, ob wir reif genug für die Konfirmation waren", erinnert sich Kühne. Auch vor 50 Jahren war vieles anders, als es heute ist. "Wir hatten damals Jugendweihe und Konfirmation", erzählt Christel Rümschüssel aus Hohenseeden, eine von nur zwei goldenen Konfirmanden in Parchen. "Wir hatten damals ein Jahr Christenlehre", konnte sich Gerda Rössler aus Staßfurt erinnern. In der Runde wurden noch weitere Erinnerungen wach und auch einige weitere Teilnehmer kamen im Laufe des Nachmittages dazu, um ein Wiedersehen mit alten Freunden zu feiern.