Hinter Genthins jagdlichen Schützen liegt ein erfolgreiches Wettkampfwochenende. Beim Länder-Ost-Vergleich in Großdoberitz, daran beteiligten sich 138 jagdliche Schützen aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, mischten sie vorn mit.

Genthin l Gute Nerven, Treffsicherheit und eine Portion Glück - bei Peter Hertel aus Belicke passte am Wochenende in Großdoberitz (Meißen/Sachsen) fast alles zusammen, als er bei dem renommierten Leistungsschießen, das jährlich ausgetragen wird, an den Start ging.

Im Kampf um Tontauben und Ringzahlen trug der Weidmann den Titel in der sogenannten Offenen Klasse davon, in der sich die Schützen der Jahrgänge von 1960 bis 1986 messen.

Ein Wettkampf im jagdlichen Schießen setzt sich aus den Disziplinen Trap (jagdlich) und Skeet (jagdlich), mit jeweils 15 geworfenen Scheiben zusammen. Dazu kommen 100 Meter Fuchs liegend, 100 Meter freihändig stehender Überläufer, 100 Meter angestrichener stehender Rehbock und 50 Meter laufender Keiler.

335 Ringe von 350 möglichen Ringen gingen am Wochenende auf das Siegerkonto Hertels, dessen Bestleistung bisher bei 338 Punkten liegt. Ein kleiner Wermutstropfen blieb eine einzige Tontaube, die unter dem Schrotfeuer nicht zerbersten wollte. Anderenfalls wäre ein persönlicher Rekord geknackt worden...

Peter Hertel, der zunächst im Genthiner Schützenverein den Schießsport ausgeübt hat, wechselte im Jahr 2000 zum jagdlichen Schießen und erzielte gemeinsam mit Teamkollegen große Erfolge, etwa bei Mannschaftswettbewerben auf Landesebene.

Zur Erfolgsbilanz der sachsen-anhaltischen Mannschaft beim jüngsten Länder-Ost-Vergleich gehört ebenso ein dritter Platz in der Offenen Klasse von Markus Taeger, einem Weidmann aus Klötze.

Aus Genthiner Sicht bot neben dem Titelgewinn für Peter Hertel auch der zweite Platz in der Mannschaftswertung/Offene Klasse einen besonderen Grund zur Freude. Die sechsköpfige zweitplazierte Mannschaft war mit Holger Bär und Peter Hertel "Genthin-dominiert". Die Schießleistungen der besten Vier gingen hier in die Wertung ein. Aus Sachsen-Anhalt waren in der Mannschaft der offenen Klasse Holger Bär, Peter Hertel, Dirk Köhler, Josef Schreglmann, Markus Taeger und Michael Ulrich am Start.

Klaus-Peter Dittrich, Genthiner Leistungsschütze und Schießobmann des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt, zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen und Platzierungen, die die Genthiner in Großdoberitz am Wochenende eingefahren haben. Für die in wenigen Wochen bevorstehende Bundesmeisterschaft bei Hannover räumt er insbesondere Peter Hertel eine "reelle Chance" ein, vorn mitzumischen. Aber auch für die Mannschaft in der Offenen Klasse bestünden gute Möglichkeiten, ist er zuversichtlich.

Die Genthiner Jäger kehrten im vergangenen Jahr so erfolgreich wie noch nie von Bundesmeisterschaften im jagdlichen Schießen zurück. Sie erkämpften seinerzeit in Buke/Nordrhein-Westfalen in der Kombination-Mannschaftswertung der Offenen Klasse einen respektablen dritten Platz und bescherten Sachsen-Anhalt damit erstmals eine Medaille.