Einen Förderbescheid über 80 000 Euro hat Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr, am Donnerstag persönlich ins Kloster Jerichow gebracht. Das Geld soll für viele Einzelmaßnahmen im Bewirtschaftungs- und im Museumsbereich verwendet werden.

Jerichow l Webel erinnerte daran, dass die Klosteranlage noch vor etlichen Jahren in einem bedauernswerten Zustand war. "Ich freue mich, dass es hier Schritt für Schritt weitergeht", sagte er bei der Übergabe des Förderbescheids an Jan Wißgott, Leiter der Stiftungsverwaltung, und Ulrich Rethfeld, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Jerichow. Das Kloster werde so hergerichtet, dass immer mehr Besucher kommen. Mit Blick auf die Bundesgartenschau in der Havelregion sei zu erwarten dass zusätzliche Besucher hier Halt machen.

Die Mittel, die das Land in bescheidenem Rahmen beisteuern könne, sollen Anstoß sein, noch mehr zu tun. Er freue sich deshalb besonders, dass es hier auch so viel ehrenamtliches Engagement geben.

Die 80 000 Euro vom Land wird die Stiftung mit 20 000 Euro Eigenmitteln gegenfinanzieren. "Wir planen das Museum fit zu machen, auch für den zu erwartenden Besucheranstieg im nächsten Jahr", sagte Wißgott. Dies und noch viel mehr steht detailliert aufgeschlüsselt und begründet in einer Liste mit 33 Punkten, hier die Kurzfassung:

1. Replikanfertigung und Reinigung des wertvollen Osterleuchters - des ältesten Osterleuchters nördlich der Alpen!

2. Neue Vitrine für Scherbenreste einer ehemaligen Kirchenfensterverglasung mit Hinterleuchtung.

3. Schwerlastvitrine mit Diebstahlschutz für besonders geformte romanische Backsteine mit Schriftzeichen, die bisher auf dem Fußboden präsentiert werden.

4. Verschiedene neue Ausstellungsträger

5. Beleuchtungsmittel für die Ausstellungsräume

6. Aufsteller für mehrsprachige Infotafeln

7. Teleskopständer für ein Leitsystem durch die Klosteranlage

8. Neue Objektbeschriftung im Museum

9. Überarbeitung der Ausstellungstafeln mit Blick auf die BUGA 2015 und das 900. Gründungsjubiläum des Prämonstratenserordens 2020.

10. Kauf von Samtstoffen zur Vitrinenausgestaltung.

11. Spezialträger für wertvolle alte Messgewänder

12. Multifunktionsgerät zur Präsentation des Tagesablaufs der Prämonstratenser-Chorherren.

13. Seilabsperrungssystem zum Schutz des Kulturguts.

14. Multimediabildschirm mit Datenbank, um das große Archiv des Klosters für Besucher verfügbar zu machen.

15. Einbau einer Stahl-Glas-Plattform im Brüdersaal mit Blick auf die freigelegten Fußböden verschiedener Nutzungsperioden.

16. Überarbeitetes Leitsystem im Bereich der Klausur

17. Aufhängung für die Rüstung aus dem 14. Jahrhundert.

18. Ausstattung der wiederhergestellten Fenster des Brüdersaals mit Echtantikglas und Bleiverglasung.

19. Beleuchtung im Verteilerraum des Ostflügels

20. Besucherleitsystem im Außengelände

21. Müllbehälter im Außengelände

22. Heizungsanlage Malzkellersaal, um den Raum auch in den kälteren Monaten für Hochzeiten und Veranstaltungen nutzen zu können.

23. Büroausstattung

24. Sanierung der Treppe zum Dachgeschoss des Kälberstalls (derzeit als Lager genutzt).

25. Drehkreuzumarbeitung in ein Chipkartensystem.

26. Regalsystem für den Klosterladen, der in den Bereich der Information umziehen soll.

27. Kleinmaterial zur Klosterladenausstattung.

28. Regalsystem für das Archiv, das aus einem feuchten Raum im Erdgeschoss in neue, gut klimatisierte Räume umverlagert werden soll.

29. Fußboden für die neuen Archivräume.

30. Neupflanzungen und Pflege im Grünbereich mit Blick auf die BUGA.

31. Erhöhung der Übernachtungskapazitäten: Schlafbodenhaus mit sechs bis acht Übernachtungsplätzen auf Basisniveau bei Nutzung der Sanitäranlagen am Gelände.

32. Anschaffung eines Industriestaubsaugers.

33. Anschaffung eines Tresens Malzkellersaal für die Bewirtung bei Veranstaltungen.