Ein Jahr lang hat sich Genthin vernetzt. Ein Projekt eines Potsdamer Fördervereins machte es möglich, dass Internetauftritte von Organisationen aus der Kanalstadt auf einen aktuellen Stand gebracht worden. Der Förderverein stellte jetzt die Nachfolgeaktion vor.

Genthin l Ein positives Fazit der Aktion "Genthin vernetzt", konnte in dieser Woche Tobias Grüter vom Azubi-Team des Fördervereins für regionale Entwicklung in Potsdam ziehen. "Neun Projektplätze wurden von Genthiner Einrichtungen seit Ende letzten Jahres wahrgenommen." Das entspricht in etwa der Anzahl, die seitens der Entwickler vorgesehen war. "Im Durchschnitt dauerte die Fertigstellung drei Monate, das ist eine vergleichsweise kurze Projektzeit, was für eine gute Zusammenarbeit spricht."

Angehende Web-Designer haben bei dem Azubi-Projekt die Internetauftritte verschiedener Organisationen und Vereine entweder komplett neu erstellt oder überarbeitet. Erster Kunde war im Frühjahr 2013 die Stadt Genthin. Die Nutzer der städtischen Homepage sollen durch ein verbessertes Navigationskonzept leichter an ihr Ziel gelangen. Übersichtlichkeit und Informationsdichte nannte Thomas Barz seinerzeit als die wichtigsten Anliegen.

Der Start des Sachsen-Anhalt-Melders vor einem Jahr war der Grund für die Überarbeitung der städtischen Seite im Internet. Nach der städtischen Seite folgte zudem die Überarbeitung des Webauftrittes der Genthiner Touristinformation und der Stadt- und Kreisbibliothek. In diesem Jahr nahmen auch einige Vereine das Angebot wahr. So hat seit rund vier Wochen der Genthiner Volleyballverein eine neue Internetpräsenz.

"Wir hatten zuvor nur einen Blog und haben bemerkt, dass dieser als Präsentationsmöglichkeit für den Verein nicht mehr ausreicht", erläutert der Vereinsvorsitzende Thilo Voigt. Verschiedene Inhalte seien bereits auf die neue Seite übertragen worden, weitere sollen noch folgen. "Für uns ist das Management der Seite wesentlich einfacher, wir planen auch einen Ergebnis- und Tabellendienst einzurichten und haben nun auch die Möglichkeit unsere Mannschaften besser darzustellen." Auch ein interner Bereich für die Mitgliederinformation ist eingerichtet worden.

"Dort können Formulare, vereinseigne Unterlagen oder Informationen nur nach Anmeldung eingesehen werden", erläutert Claudia Ehrchen, Projektkoordinatorin beim Förderverein in Potsdam zum Start der Aktion. Der Nutzer verlange heute mehr von den Seiten als noch vor einigen Jahren. Heute stünde beispielsweise die Barrierefreiheit der Angebote im Vordergrund. "Menschen mit Einschränkungen sollen die Inhalte im Internet ebenfalls verfolgen können, die Gestaltung dafür bieten Bausteinangebote auch Blogs zumeist nicht", erläutert Ehrchen. So seien solche Seiten oft nicht für Lesegeräte geeignet oder die Schriftgröße nicht anpassbar.

Ein zündendes Argument auch für den Stadtverband der Gartenfreunde in Genthin, seine Homepage von den Auszubildenden des Fördervereins überarbeiten zu lassen. "Wir können jetzt die Kleingärten in Genthin und der Umgebung wesentlich ansprechender als vorher präsentieren", sagt der Stadtverbandsvorsitzende Reimar Porrini. Die Zusammenarbeit mit dem Förderverein sei gut gewesen, lobt er und fügt hinzu: "Ich würde mir den ein oder anderen Vor-Ort-Termin wünschen, damit man im persönlichen Gespräch einige Wünsche für den neuen Internetauftritt direkt erläutern kann."

Ein Hinweis, den die Macher des Fördervereins vielleicht aufgreifen. Denn im Nachfolgeprojekt sollen speziell Vereine angesprochen werden. "Mit dem Förderprogramm "Vereine online" gibt es jetzt die Möglichkeit, dass sich Vereine unserer Erfahrung im Webseiten-Design bedienen", erklärt Tobias Grüter. Der Unterschied zu "Genthin vernetzt" sei, dass sich "Vereine online" an alle Vereine bundesweit richte. "Natürlich auch an Genthiner Vereine und Verbände." Bei der Erstellung werde versucht, noch spezialisierter auf die einzelnen Bedürfnisse der jeweiligen Vereinsart einzugehen. "Das kann sich im Design, Seitenaufbau, in der Menüführung und Ähnlichem niederschlagen."

Zudem werde ein wesentlich stärkerer Schwerpunkt auf die Nutzung von Zusatzmodulen gelegt, die die Vereinsarbeit erleichtern. "Beispiele dafür sind Bereiche wie Sitzungsdienst, Intranet oder Web-Applikationen."

Das Angebot findet sich im Internet unter: www.vereine.azubi-projekte.de