Parey l Die Ortschaftsräte der Gemeinde Elbe-Parey können vorerst über die Hälfte der geplanten Ortschaftsmittel verfügen, da sich der Haushaltsbeschluss wegen der Umstellung auf Doppik dieses Jahr sehr verzögert. Darüber ist in der jüngsten Gemeinderatssitzung informiert worden.

Für die Ortschaft Parey bedeutet das, dass derzeit 1174 Euro zur Verfügung stehen, die an Vereine, die Zuschüsse für bestimmte Vorhaben beantragen, verteilt werden können, teilte Ortsbürgermeisterin Nicole Golz in der Ortschaftsratssitzung vergangene Woche mit. Eingegangen seien bereits vier Anträge.

Der erste Antrag kommt vom Schalmeienorchester Parey, das am 20. September sein 40-jähriges Bestehen feiern will. Eine Summe wird im Antrag nicht genannt. Man sei für jede Unterstützung dankbar, heißt es im Antrag.

Der zweite Antrag kommt vom Pareyer Heimatverein. Die Unterstützung ist für die beiden großen öffentlichen Veranstaltungen gedacht, die der Heimatverein jedes Jahr organisiert - das Maifest und den Weihnachtsmarkt, erläuterte Nicole Golz, die auch Vorsitzende des Vereins ist. "Es geht um Kosten für GEMA, Toiletten, Honorare, Bastelmaterial und anderes." Beantragt werden 400 Euro. Die Mittelvergabe sei in diesem Fall aber nicht so eilig wie zum Beispiel bei den Schalmeien, die im September ihr Fest haben. "Das Maifest ist bereits finanziert, und der Weihnachtsmarkt ist erst im Dezember."

Der dritte Antrag kommt von der Johanniter-Unfallhilfe, die Träger von vier Kitas in Elbe-Parey ist. Sie möchte 600 Euro haben, um die Feier zum 10. "Geburtstag" der Kita "Sonnenschlößchen" in Parey angemessen begehen zu können. Aus den Reihen des Rates kamen diesbezüglich jedoch Bedenken, weil die Gemeinde bereits Jahr für Jahr Mittel in erheblicher Höhe an die Johanniter überweist, was in dieser Größenordnung kaum noch nachvollzogen werden könne.

Einen Antrag über 500 Euro hat der Sportverein SV 90 gestellt. Begründet wird dieser mit immer höheren Kosten für Schiedsrichter und Startgebühren, weiterhin für die Anschaffung von Gerätschaften und so weiter. Allein für ein Punktspielwochenende der Fußballer und Handballer würden gewöhnlich 250 Euro benötigt, heißt es im Antrag.

Ratsmitglied Ewald Janßen fügte an, dass man bei der Planung der Mittel auch gleich an den Angelverein denken solle, auch wenn der Antrag, der jedes Jahr kommt, jetzt noch nicht gestellt sei. "Die Angler sind neben der Feuerwehr die Einzigen, die noch den Kontakt zu unserer Partnergemeinde Jastarnia aufrechterhalten. Das ist wichtig", betonte Janßen. Außerdem leiste der Verein auch viel Jugendarbeit.

Entscheidungen wurden im öffentlichen Teil der Sitzung noch nicht getroffen. Die Räte wollten noch einmal intern beraten. Einen Beschluss soll es aber rechtzeitig vor der Schalmeien-Feier geben.