Hohenseeden (sta) l Jeder Anlass ist willkommen, um zu feiern - auch wenn es kein "rundes", sondern nur das sechsjährige Bestehen ist. Doch nur zu feiern, das kommt beim Hohenseedener Radwanderclub 60plus nicht in Frage. Ein bisschen Anstrengung muss sein - dann darf auch das Essen ein wenig üppiger ausfallen.

Fast 30 Kilometer waren die Mitglieder des Randwanderclubs an ihrem Jahrestag unterwegs, und das ist für die "Generation 60plus" schon beachtlich. Die Tour führte diesmal von Hohenseeden Richtung Gladau und Dretzel, berichtete Vorsitzender Hans-Jürgen Bamberger. Ziel war der Weinberg südlich von Dretzel wo sich einst eine optische Telegrafenstation der Telegrafenlinie Berlin-Koblenz befand.

Hier wurde Rast gemacht. Da die Sitzgruppe vor Ort freilich nicht für alle 15 Teilnehmer der Tour reichte, hatte Bamberger im Begleitfahrzeug eine Festzeltgarnitur mitgebracht - und nicht nur das. Wie immer bei diesen jährlichen Höhepunkten wurde ein richtiger Schlemmerimbiss serviert, fast alles hausgemacht. Jeder brachte mit, was Garten, Stall und Küche hergaben - von selbstgemachter Marmelade bis selbstgemachter Wurst waren die verschiedensten Delikatessen dabei.

Auf diese Weise bestens gestärkt, konnte die Rückfahrt angetreten werden. Sie führte über Gladau, Krüssau und Rietzel nach Hohenseeden. "Es war sehr lustig", fasste Hans-Jürgen Bamberger diesen Tag zusammen.

Zum Radwanderclub 60plus gehören bereits 17 Mitglieder. Nur zwei konnten diesmal nicht dabei sein. Aber die Lust an den regelmäßigen Touren ist ungebrochen. "Wir fahren immer noch jeden Mittwoch", erzählt Bamberger.

Wer Lust hat, sich den radelfreudigen Senioren anzuschließen, kann einfach mal dazu kommen: Treff ist in der Regel mittwochs um 14 Uhr vor der Gaststätte Wendt. Die Touren sind unterschiedlich lang - je nach Lust und Laune.