Musizieren für einen guten Zweck: Der Erlös aus dem Konzert, das Ludwig Güttler und Friedrich Kircheis (Trompete/Orgel) am 6. September in der Brandenburger St. Katharinenkirche geben werden, kommt der Innensanierung der Kleinwusterwitzer Schinkelkirche zugute.

Von Simone Pötschke

Kleinwusterwitz l In Kleinwusterwitz wird für den zweiten Bauabschnitt der Restaurierung der Schinkelkirche mobil gemacht.

Dieser umfasse alles, "was mit Farbe zusammenhängt", erklärt die Vorsitzende des Fördervereins der Schinkelkirche Heike Staschull und hebt damit auf die Innenrestaurierung des knapp 180 Jahre alten Gotteshauses ab. Sofern alles klappt, sollen dann die Wand- und Deckenmalereien fachmännisch erneuert werden.

Bevor es losgeht, muss allerdings noch ein umfasendes Farbkonzept erarbeitet werden, das den gesamten Innenraum der Kirche nach den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes abbildet. "Die Gesamtkosten für diesen zweiten Bauabschnitt stehen deshalb noch nicht genau fest, aber sicher ist, dass damit ein richtig großer Happen an Kosten verbunden sein wird", sagt Heike Staschull.

Rückblende: Der erste Bauabschnitt konzentrierte sich auf die äußere Hülle der Schinkelkirche. Sie war besonders in Mitleidenschaft gezogen, weil hier jahrzehntelang keine größeren Baumaßnahmen erfolgten. Seinerzeit war die Fassade der Schinkelkirche für über 190 000 Euro saniert worden. Die Summe hatte der Förderverein durch Fördermittel, Spenden und ein Benefizkonzert des Trompeters Ludwig Güttler zusammengetragen. Mit dem Konzert im Brandenburger Dom wurde der Eigenanteil für die Sanierung aufgebracht.

Der Förderverein setzt wie bei dem ersten Bauabschnitt auch bei dem zweiten darauf, durch ein Benefizkonzert mit Ludwig Güttler und Friedrich Kircheis (Trompete/Orgel), seinen Finanzierungsanteil decken zu können.

Für Sonnabend, 6. September, hat der Förderverein die beiden hochkarätigen Musiker für ein weiteres Konzert, diesmal allerdings in der St. Katharinenkirche zu Brandenburg, gewinnen können. Der Termin war bereits im unmittelbaren Anschluss an das Konzert vor eineinhalb Jahren vereinbart worden und bot für Startrompeter Ludwig Güttler perspektivisch den ersten freien Platz in seinem auf Dauer ausgebuchten Terminkalender. Der Dom kommt zu diesem Zeitpunkt als Spielort nicht in Frage, weil er gegenwärtig restauriert wird.

Wir sind sehr glücklich, dass sich die beiden hochkarätigen Musiker bereiterklärt haben, ein weiteres Benefizkonzert zu geben.

Heike Staschull

Diesmal wird das Konzert unter der Schirmherrschaft der christdemokratischen Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens (Wahlkreis Börde/Jerichower Land) und Uwe Feiler (Wahlkreis Oberhavel/Havelland) stehen.

"Wir sind sehr glücklich, das die beiden international gefragten Künstler sich nochmals bereit erklärt haben, für uns zu musizieren, um somit die Finanzierung des zweiten Bauabschnittes zu gewährleisten", sagt die Fördervereinsvorsitzende. Sie lassen für den guten Zweck Werke von Telemann, Händel und Bach erklingen.

Zwei Volksstimme-Leser haben die Möglichkeit jeweils eine Karte zu gewinnen. Dafür müssen sie heute zwischen 10 und 10.15 Uhr in der Volksstimme-Redaktion unter der (03933) 873422 anrufen. Die Gewinner werden ausgelost. Karten für dieses Konzert sind über den Förderverein erhältlich oder bei der Touristinformation Genthin, Bahnhofstr. 8. In der Region Genthin ist diese Kirche, die 1977 den Denkmalstatus erhielt, vermutlich die einzige des bekannten preußischen Baumeisters Schinkel.

Nachdem im März 1838 die alte Kirche in Kleinwusterwitz abgebrochen wurde, begann man unverzüglich mit einem Neubau. Noch im gleichen Jahr erfolgte in Anwesenheit von Prinz August von Preußen die feierliche Einweihung.

Mit dem bevorstehenden Benefizkonzert in Brandenburg erschöpfen sich in diesem Jahr die Aktivitäten des Fördervereins bei weitem nicht. So wird in Kürze in der nunmehr rollstuhlgerecht hergerichteten Schinkelkirche das Erntedankfest gefeiert.

Zum Jahresausklang wird wieder das traditionelle Weihnachtsstück aufgeführt.