Für das Volksstimme-Olympiade-Foto in Redekin haben sich zahlreiche Einwohner der Ortschaft vor der Bühne beim Sommer-Sonnwendfest eingefunden. Das traditionelle Dorffest fand erst viel später statt - da wären es sicher noch viel mehr geworden.

Redekin l So richtig gut angenommen wurde jenes Sommerfest nicht, obwohl sich Veranstalter Uwe Komorowski große Mühe gegeben hatte, viel zu bieten. Aber die Redekiner sind halt eigen. Sie machen lieber selbst. Und das hat dann wirklich super funktioniert. Das Dorffest am 16. August haben ganz viele mitgestaltet, und entsprechend groß war auch die Resonanz.

Bis zu einem so gelungenen gemeinsamen Fest war der Weg aber auch nicht geradlinig. Jedoch die Mühe, aufein-ander zuzugehen und sich "zusammen zu raufen", hat sich gelohnt. Und es geht auch nur gemeinsam, denn auf ein üppiges finanzielles Polster müssen die Redekiner schon lange verzichten. Mit der hohen Verschuldung, die durch die Erschließung des damals viel zu großen Gewerbegebiets zustande kam, hat Redekin jahrelang auf negative Weise von sich reden gemacht. Diese Last war erdrückend und wurde erst mit Bildung der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow und einer Teilentschuldung etwas erträglicher.

Für die Einwohner hieß es also seit Jahren: Wenn sie Leben ins Dorf bringen wollen, müssen sie selbst anpacken.

Für den Sportverein "Eiche" hat das ohnehin schon eine lange Tradition. Auf der attraktiven Sportanlage im Park ist immer etwas los. Im Jahr 2006 kamen die "Böglinge" dazu, bei deren Gründung Daniel Schünicke einer der Hauptakteure war. Als Sektion des SV "Eiche" haben die Bogenschützen inzwischen über 50 Mitglieder und sind überregional bekannt.

Ebenfalls zu einem Aushängeschild für Redekin wurde innerhalb weniger Jahre die Theatergruppe, die seit 2012 als "Redekiner Amateurtheater" ein eingetragener Verein ist. Theater-Chefin Christine Graf war Volksstimme-Lokalmatador des Jahres 2009, denn sie ist der "Motor", ohne den hier manches nicht laufen würde. Zweimal im Jahr - im Sommer und zum Weihnachtsmarkt - gibt`s eine Märchenaufführung im Dorf und viele Gastspiele außerhalb. Und dank enormer Eigeninitiative der Mitglieder und großer Unterstützung aus der Ortschaft gelang der Bau der tollen Freilichtbühne.

Eine wichtige Rolle nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für das Leben in den Ortsteilen spielen die beiden Freiwilligen Feuerwehren in Redekin und Scharteucke. So gehörten zum Beispiel die Redekiner Kameraden zu den ersten, die das gesellige Weihnachtsbaumverbrennen organisiert haben.

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