Mit "Karower Gesängen" hat am Montagabend die Festwoche anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins der Heimat- und Naturfreunde Karow begonnen. Die Resonanz war überwältigend. Heute geht es mit "Kochen und Backen wie zu Großmutters Zeiten" weiter.

Karow l Da war sogar Luise Winkelmann (beinahe) sprachlos, und die 92-Jährige hat wirklich schon eine Menge erlebt. Der große Raum im Karower Dorfgemeinschaftshaus war nicht nur sehr gut gefüllt, sondern auch das Interesse der Gäste an den Collagen des Karowers Erhard Holley, zu denen die Jerichowerin Luise Winkelmann lyrische Texte geschrieben hatte, war groß. Die Bücher mit sämtlichen Bildern und Texten, die die beiden Künstler mitgebracht hatten, haben nicht gereicht. Es war eben ein "Heimspiel". An vielen Stellen haben die Karower ein Stückchen ihrer Heimat und Menschen aus dem Dorf wiedergefunden.

Dass sie nicht nur verkleinerte Bildformate im Buch, sondern auch die Originale anschauen konnten, fanden die Karower gut. "Hier sind doch noch mehr Details zu sehen!"

Nach der Lesung durch Luise Winkelmann gab es in einer Pause genügend Zeit zum Schauen, aber auch für einen kleinen Imbiss, den der Heimatverein vorbereitet hatte. Danach ging es wie angekündigt weiter mit alten Filmbeiträgen über Karow.

Den Part des Filmvorführers hatte Ortsbürgermeister Bernd Franke übernommen, der natürlich auch Mitglied im Heimatverein ist. Er hatte auch die Filme zusammengestellt und begann mit einem MDR-Beitrag aus dem Jahr 2010, als die "Dorfbruzzzler" in Karow waren. Auch hier fanden sich viele Karower wieder, denn etliche hatten mitgeholfen beim Beschaffen der Zutaten einschließlich Pilzesuchen, beim Gemüseschnippeln und zuletzt beim Aufessen der leckeren Gerichte.

Ein weiterer MDR-Beitrag war vor den Feierlichkeiten zum 300. Jahrestag der Einweihung der Karower Kirche entstanden und berichtete von den Anstrengungen des Fördervereins für Erhalt und Restaurierung der großen Barockkirche. Damals war gerade der Turm saniert und die Wiederherstellung der Fassade noch ein großes Ziel, das nur schwer zu erreichen schien - und jetzt ist diese schon zum großen Teil fertig!

Gezeigt hat Bernd Franke auch einige Videos, die von Karowern selbst aufgenommen wurden. Begonnen hat er mit Aufnahmen, die zeigen, wie im September 2011 mit einem großen Kran die restaurierten Glocken wieder nach oben in den Kirchturm gehievt werden. Um das mitzuerleben, hatten sich damals viele Karower eingefunden und waren jetzt natürlich auch im Bild.

Auch ein bisschen "historisch" wird es heute Nachmittag ab 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, wenn auch in ganz anderer Richtung: "Karower Senioren bitten zu Tisch" heißt es dann. Zuvor soll aber gemeinsam gekocht und gebacken werden. Junge Leute, gern auch mit Kindern, sind dabei willkommen und können hier hautnah miterleben, wie dies oder jenes Gericht, das sie vielleicht früher bei Oma gern gegessen haben, eigentlich gekocht wird.

 

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