Die Zeppelinstraße ist in vielen Teilen in einem schlechten Zustand. Besonders die Fußwegplatten sind so verwittert, dass sie Stolperfallen werden können. An der Kreuzung zur Friedenstraße droht bei Starkregen weiteres Ungemach.

Genthin l "Als älterer Mensch kann man auf dem Gehweg kaum noch gehen, ohne Angst haben zu müssen, dass man fällt", sagen Hannelore und Rolf Lange. Vor einiger Zeit seien bereits Gehwegplatten ausgetauscht worden. Allerdings nur sehr wenige. "Der Rest stammt noch aus grauer Vorzeit", sagt Rolf Lange.

Seitens der Stadt Genthin wird der schlechte Zustand der Gehwege bestätigt. "Wir haben erhebliche Schäden an den Betongehwegplatten zu verzeichnen", fasst Bürgermeister Thomas Barz das Fazit der Verwaltung zusammen. Aus diesem Grund seien bereits im Jahr 2013 in einigen Bereichen Sanierungen vorgenommen worden. Nach einer erneuten Überprüfung kann der Bürgermeister eine gute Nachricht vermelden: "Der Bauhof ist bereits beauftragt, weitere Gehwegreparaturen durchzuführen." Dass bedeute, dass die entsprechenden Bereiche neue Platten bekommen werden.

Der Bauhof der Stadt soll in dieser Woche mit den Arbeiten beginnen. Auch ein Teilabschnitt in der Schillerstraße werde erneuert. Diese Arbeiten sollen auch die Bereiche rund um die Bäume entlang der Gehwege umfassen.

Dort haben sich durch das Wachstum von Wurzeln und Stämmen die Platten gehoben und bilden gefährliche Unebenheiten. Ein anderes Problem entlang der Frieden- bzw. Zeppelinstraße sind regelmäßige Überschwemmungen nach Regenfällen. "Die Abwasserleitungen sind völlig überlastet, wenn es Starkregen wie in diesem Sommer gibt", erläutert Rolf Lange. Das Regenwasser bleibe in den Senken der Friedenstraße stehen. "Das Wasser kann nicht ablaufen, da sich hier der einzige Gulli befindet", sagt Lange.

Das Wasser stehe zehn bis 20 Zentimeter auf der Straße. "Wenn Autos mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Straße unterwegs sind, spritzt das Wasser bis zum Fenster im ersten Stock", fügt Hannelore Lange hinzu. Auch dieses Problem ist der Stadt bekannt. Diese ist für die Oberflächenentwässerung zuständig. "Grund für die Probleme ist die Unterdimensionierung der vorhandenen Leitung, die insbesondere bei den Starkniederschlägen die Wassermengen nicht zeitnah abführen kann."

Es seien laut Stadtverwaltung bereits Finanzmittel für die Erneuerung der Rohrwasserleitung im Haushalt 2014 eingeplant. Bis die Maßnahme beginnt, würde die Leitung regelmäßig gereinigt. "Wurzeleinwüchse sind bereits beseitigt worden, so dass wir bis zum Neubau die Funktion weitestgehend aufrechterhalten können", so der Bürgermeister. Ein anderer Kritikpunkt der Anwohner wird im kommenden Jahr behoben. Die Halterohre der Absperrketten entlang der Gehwege sind völlig verrostet und verwittert. Da hier keine akute Gefahr droht, bleibt der Zustand erst einmal bestehen.

Weil der Ersatz von verblassten Verkehrsschildern Vorrang hat, werden für den Austausch der Absperrketten wahrscheinlich in diesem Jahr keine Haushaltsmittel mehr zur Verfügung stehen.

Bilder