In diesem Jahr stand das traditionelle Dorffest ganz im Zeichen des zehnjährigen Bestehens des Heimatvereins "Rose von Schlagenthin". Machte auch der Wettergott einen Strich durch die fröhliche Freiluftveranstaltung, war die Stimmung im Feuerwehrhaus dennoch bestens.

Schlagenthin l Ein wenig kleiner und kompakter präsentierte sich das diesjährige Dorffest in dem Stremmeort. "Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr kein schönes Wetter", musste die Vorsitzende des Heimatvereins Yvonne Ringwelski feststellen. Kurzerhand zog die Veranstaltung vom Außengelände in das Feuerwehrhaus, wo sich an den langen Tafeln viele Schlagenthiner einfanden. Ringwelski blickte in einer kurzen Rede auf die Entstehung des Heimatvereines zurück. "Die Idee zur Gründung eines Heimatvereins entstand hier im Feuerwehrhaus bei einem Kartenspielabend, an dem Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und Mitglieder des Anglervereins teilnahmen." Schnell wurde die Vereinstätigkeit aufgenommen. Im Sommer 2004 fand die Gründungsversammlung statt, bereits im August wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen.

Auch der Name stand schnell fest. Denn die Sage der "Rose von Schlagenthin" ist so gut wie allen Schlagenthinern bekannt. Acht Mitstreiter zählten zu den Gründungsmitgliedern. "Heute sind wir 20 sehr aktive Mitglieder", verkündete Ringwelski nicht ohne Stolz. Die jüngste Errungenschaft des Vereins ist das Hochbeet mit dem bepflanzten Ortswappen in der Straße Neue Häuser am Ortsausgang. Vor Kurzem wurden die Pflanzen gesetzt und schon jetzt ist das Beet ein kleines Wahrzeichen des Ortes.

"Wir wissen von Einigen, die extra eine Runde machen, um sich das Beet anzuschauen", erzählen die Vereinsmitglieder. Aber schon von Anfang an sei es darum gegangen, die Heimatverbundenheit zu fördern und das Dorfbild zu verschönern. Stets unterstützt auch von anderen Vereinen. Besonders aber der Freiwilligen Feuerwehr. "Wir können heute sozusagen Rosenhochzeit feiern", merkte die Ortswehrleiterin Christine Pata an. Egal ob Tage der offenen Tür bei der Feuerwehr, Glühwein- oder Dorffeste, stets sei der Zusammenhalt gegeben.

So auch diesmal. Gemeinsam wurde ein rundes Fest auf die Beine gestellt, das mit vielen Programmpunkten gespickt war. So präsentierten die Kinder des Schlagenthiner Kindergartens "Am Märchenwald" ein Programm aus Musik und Tanz. Die Jagdhornbläser unterhielten die Gäste mit volkstümlichen und traditionellen Klängen und die Mitglieder des Heimatvereins zeigten ihr Talent als Models während einer Modenschau. Aber nicht nur, dass das Feuerwehrhaus zum Catwalk wurde, es gab auch allerhand Aktivitäten mit dem Glücksrad oder beim Pfeilwerfen auf Luftballons. Immer wieder brach großes Hallo aus, wenn wieder ein Freigetränk oder eine gratis Bratwurst gewonnen wurden. Besondere Aufmerksamkeit zog aber die große Tombola auf sich. Ortsbürgermeister Horst Blasius verteilte mit sanftem Nachdruck an alle Gäste die Loszettelchen. "Man muss doch was dazu beitragen, wenn der Heimatverein ein Jubiläum feiert", sagte er und betätigte sich anschließend auch als Ausrufer der gezogenen Preise. Als Glücksfee stand dem Ortsbürgermeister die sechsjährige Lena Wieprecht zur Seite, die mehr als 60 Gewinner aus dem Lostopf zog.

"Das ist richtig toll", fand der fünfjährige Johannes, der das Fest mit seiner Großmutter Anneliese Sünder besuchte. Die beiden gewannen unter anderem ein kleines Stofftier und ein Paket mit Bausteinen. Zu den Glückspilzen zählte auch Ehrengast Harald Bothe, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow. "Ich habe zwei Dosen mit Wurst, Servietten und einen Flaschenöffner gewonnen", erzählte er mit einem Schmunzeln und hatte natürlich nur Lob für den Heimatverein parat. "Man kann sich nur bei den Vereinsmitgliedern für ihr Engagement bedanken. Denn in Zeiten der knappen kommunalen Kassen ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich für ihren Ort einsetzen." Bothe wünschte dem Verein, dass er noch weitere Mitglieder hinzugewinnt, damit er auch zukünftig erfolgreich weiter bestehen kann. Dass es den Heimatverein noch lange geben wird, stand für die Mitglieder während des gemeinsamen Gruppenfotos außer Frage. "Wir haben noch viel vor", war die einhellige Meinung.

 

Bilder