Ferchland (sta) l Rege diskutiert wurde auch in der Einwohnerfragestunde in der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Ferchland. Mehrere Punkte wurden von verschiedenen Bürgern angesprochen.

Heinrich Bleyer, der früher Bürgermeister in Ferchland war, wollte wissen, wie es im Moment um das "Elbehaus" steht. "Noch ist die Gemeinde Eigentümer", sagte Ortsbürgermeister Otto Schmidt. Nach wie vor aber stehe das Haus zum Verkauf oder zur Verpachtung. Letzteres sei für einen Teil des Hauses erfolgt: In die Räume des ehemaligen Jugendklubs wird die Johanniter-Unfallhilfe mit ihrem ambulanten Pflegedienst einziehen.

Ein weiteres Dauerthema sprach Roswitha Levin an. "Wann bekommt Ferchland eine Fläche für anonyme Grabstellen auf dem Friedhof?" Dass es in Zerben nun endlich klappen soll, mobilisiert nun auch die Ferchländer zu einem neuen Vorstoß. "Einige Ferchländer sind schon in Derben beigesetzt", weiß Heinrich Bleyer und unterstreicht damit, dass der Bedarf durchaus vorhanden ist. Otto Schmidt erinnerte daran, dass vor etlichen Jahren Udo Moebes schon mal einen Entwurf für ein solches Gräberfeld ausgearbeitet hatte. Wo dieser Entwurf geblieben ist, wolle er nun erst einmal herausfinden. Da er bei der Gemeinde eingereicht worden war, müsste er auch noch im Amt liegen, meint er.

Nächstes Dauerthema: Das zugewachsene Elbsteilufer. "Die Elbe ist vom Wanderweg aus nicht mehr zu sehen", bemängelte Dieter Solinski, Vorsitzender des Heimatvereins. Es müssten etliche Gehölze entfernt oder beschnitten werden. Die Vereine würden sicher auch selbst etwas machen, wenn sie dürften, regte er an. Doch dahingehend wurden Zweifel laut, weil die Arbeiten am Hang nicht ungefährlich seien. Die sichere Lösung wäre die Beauftragung einer Spezialfirma - doch das wäre teuer und somit wohl Illusion.

Weitere Kritik bezog sich auf Ordnung und Sauberkeit im Dorf. Vor einigen Grundstücken werde die Straßenreinigung sehr vernachlässigt. Dass es sehr aufwändig und langwierig sei, hier vom Gemeindeamt Druck zu machen, beschrieb Otto Schmidt - zufriedenstellen konnte dies freilich keinen. Dort, wo es schon gefährlich wird, müsste die Gemeinde aber reagieren, fanden die Räte. Lothar Witte machte darauf aufmerksam, dass an der alten Scheune in der Hauptstraße gegenüber der Feuerwehr "den Leuten die Dachrinne bald auf den Kopf fallen wird". Und ein Riesenbaum hier müsse dringend beschnitten werden, weil Radfahrer kaum noch drunter durch kommen.

Von Ronald Mund gab er die Anregung weiter, gegenüber der Elbstraße einen Verkehrsspiegel aufzustellen.