Genthin l Noch sind ein paar Handgriffe nötig, bis das Album fertig ist. Schon bald wird Joe Carpenter sein Album "Frei" fertigstellen und veröffentlichen. Damit geht ein langgehegter Traum in Erfüllung. "Es sind zehn Lieder, auf Deutsch gesungen und mit Texten, die mir auf den Leib geschrieben wurden", erläutert Carpenter. Musik zwischen Ich Ich, Maffay und Lindenberg". Die großen Vorbilder.

Musik begleitet den Sänger schon sein Leben lang. Die Mutter ist Mitglied im Frauenchor, der Vater spielt Tuba und der Bruder Posaune. So geprägt, war der Weg des Heranwachsenden vorgezeichtet. Er lernt Orgel, Trompete und Klavier spielen. Der erste Auftritt: im Fernsehen. In der Jugendsendung "Mobil" stand er 1988 als 13-jähriger Ulf Zimmermann auf der Bühne. 1994 wurde aus Ulf Zimmermann "Joe Carpenter", in einer Pizzeria in Brandenburg/Havel.

Zimmermann heißt im Englischen Carpenter, da war der Künstlername nicht weit. Seit 33 Jahren macht er mittlerweile Musik. "In diesem Jahr werde ich 40 und ich habe die Idee, wenn Sie so wollen den Spleen, etwas anzuschieben." So begann er eine umfangreiche Arbeit. Dabei wird er auch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Texter Faid Katta fortsetzen, die schon beim Song "Ans Meer" echtes Hitpotenzial entwickelte und den Titel 2010 bis auf die Toplätze der Radiohitparaden brachte.

"Faid bringt die Dinge zu Papier, die mich bewegen und über die auch ich nachdenke." Es sei eine künstlerische Seelenverwandtschaft, meint Carpenter.

Das Album soll eine Mischung aus deutschem Rock und Pop werden. "Es hat ja auch schon in den vergangenen Jahren Veröffentlichungen gegeben, aber diesmal entsteht eine Sache, die genau das ist, was ich haben will." Das Album wird zwar auch als physischer Tonträger, sprich als CD erscheinen, aber nicht auf großen Vertriebswegen angeboten werden.

"Die großen Elektronikkonzerne stellen sich heute so etwas nicht mehr ins Regal", bedauert der Sänger. So bleibt ihm der moderne Angebotsweg über das Internet. In den Musikportalen wird das Album zum Download bereitgestellt.

Ein wenig müssen sich die Carpenter-Fans allerdings noch gedulden. Denn obwohl der Künstler eine Reihe namhafter Leute um sich geschart hat, um das Album zu produzieren, macht er doch das meiste allein. In den vergangenen Wochen bedeutete das die Abmischung der Titel organisieren und Auftritte koordinieren. Denn unterwegs ist der Mann mit Hut und Gitarre eigentlich ständig. Stadtfeste, Schlagerpartys, Privatauftritte... Sich zeigen, die Musik präsentieren.

Häufig als eine One-Man-Show mit großem Unterhaltungswert, wie im Frühjahr im Konzertsaal Genthin, wie am 26. September in der evangelischen Kirche in Lindstedt. "Leise Töne in einer lauten Welt", heißt die aktuelle Tour und vielleicht kommt Carpenter bald auch wieder in die Kanalstadt. "Wir sehen uns ganz sicher wieder", verspricht der Sänger den Genthinern.

Der Clip zum Video "Frei" ist bei YouTube zu sehen.