Genthin l Maritime Stimmung kam am Sonnabendnachmittag in der Kanalstadt Genthin auf. Der Hafenchor aus der Partnerstadt Datteln hatte 460 Kilometer zurückgelegt, um beim 21. Kartoffelfest dabei zu sein.

"Es war eine beschwerliche Reise", erzählt Chormitglied Lothar Müller. "Das Navigationsgerät hat sich etwas vertan und wir sind einige Umwege gefahren." Dennoch standen die Chormitglieder pünktlich auf der Bühne, um Seemannslieder und Seemannsgarn zu präsentieren. Für die Lieder wie "Bark Seute Deern" oder "Capitano" waren die 40 schönen Stimmen des Chores verantwortlich. Für die Döntjes Chorchef Detlef Hintze. So verriet er, dass man immer ein paar leere Bierflaschen zu Hause haben sollte. "Wenn Gäste kommen, die kein Bier trinken wollen." Auch kochendes Wasser kann immer gebrauchen. "Das lässt sich dann einfrieren und aufbewahren."

Hintze verriet ganz im Ernst, dass er zum ersten Mal in Genthin dabei war. "Der 1979 gegründete Chor hat die Partnerstadt hingegen schon drei Mal besucht" und das einige der älteren Mitglieder früher sogar selbst zur See gefahren sind. "Einige waren auf Handelsschiffen und bei der Marine unterwegs." Ein Gesicht war einigen Genthinern zudem bekannt. Der seit dem Frühjahr im Ruhestand befindliche Bürgermeister Dattelns, Wolfgang Werner, stand als Sänger auf der Bühne. "Ich habe immer noch viel zu tun, bin in Vereinen und kümmere mich um die Enkel", plauderte der langjährige Stadtchef. "Vielleicht kommen einige Genthiner auch nach Datteln zu Besuch", hoffte er. Der Hafenchor wurde sehr freundlich aus der Kanalstadt verabschiedet. Als das Ensemble ein schwungvolles "Dankeschön" anstimmte und freundlich winkend die Bühne verließ, winkten die Genthiner ebenso freundlich zurück.

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