Helle Farben und neues Licht für die Altenplathower Kirche. Seit Frühjahr wurde die Apsis des Gotteshauses umfänglich wieder hergerichtet. Mit einem Gottesdienst feierten die Altenplathower nun den Abschluss der Sanierung.

Altenplathow l "Mancher, der in die Kirche gekommen ist, wird meinen, dass ihr Erscheinungsbild nicht so viel anders ist als vorher", sagte Pfarrer Reinhard Simon. Aber die eigentlichen Schäden seien vielfach nur übersehen worden. "Jetzt sind sie nicht mehr da." Das Blau der Decke sei wieder kräftig und die Wände wieder so, wie sie sein sollen. "Auch die ganze Chorwand erscheint im ursprünglichen Zustand."

Bis dieses Ziel erreicht wurde, war viel Arbeit zu leisten. Von den Altenplathowern, die ihre Kirche unbedingt erhalten wollten, aber auch von den Mitgliedern des Fördervereins. "Die Restauration war längst überfällig", sagte Werner Zietz, der langjährige Vorsitzende des Vereins. Sein Nachfolger Lars Bonitz zählt die Mängelliste auf: "Eindringende Nässe hat zu den Schäden an der Bemalung der Chorwand und der Apsis geführt." Diese waren immer noch Folge des Beschusses des Gotteshauses im Jahr 1945.

Nach etlichen Versuchen, verschiedene Fördertöpfe in Anspruch zu nehmen, konnte im vergangenen Jahr die Restaurierung angeschoben werden. Der Förderverein hat sich mit 6000 Euro an dem Vorhaben beteiligt, dessen Gesamtkosten sich insgesamt auf rund 37 000 Euro belaufen. Mit einem Betrag aus der Altenplathower Rücklage, mit der finanziellen Unterstützung durch den Kirchenkreis Elbe-Fläming sowie durch das Kirchspiel Genthin und Spenden wurde das Vorhaben gesichert.

Abgeschlossen ist die Sanierung noch nicht. "Wie bei vielen alten Kirchen müssen auch hier noch weitere Schritte erfolgen", erklärte Lars Bonitz. Als nächstes werde überprüft, was an der Fassade gemacht werden müsse. "Auch das Denkmal vor der Kirche wollen wir wieder herrichten."

Bis es dazu kommt, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Förderanträge müssen eingereicht, Eigenmittel gesammelt werden. Der Förderverein wird auch weiterhin alle Hände voll zu tun haben. Doch am Sonntag galt es, den neuen Glanz zu feiern. "Es ist wirklich sehr schön geworden", bestätigte die Altenplathowerin Sybilla Ziegeler. Viele Jahre sei sie der Kirche nun schon verbunden, und es sei schön, jetzt solche Erfolge zu sehen. So bot der Gottesdienst einen würdigen Rahmen, das Haus zu feiern. Dazu steuerten Kantor Gottfried Spiegel und der Chor der Trinitatiskirche die musikalische Begleitung bei. Daneben war die Veranstaltung mit einem Erntedank verknüpft. Viele Altenplathower hatten dafür herbstliches Obst und Gemüse abgegeben. Die Gaben waren um den Altar herum dekoriert worden. Diese werden an die Tafel abgegeben.

Der nächste Gottesdiensttermin in Altenplathow steht noch etwas auf wackligen Füßen. Er ist für den 26. Oktober um 16 Uhr geplant. Allerdings, so Pfarrer Simon, werde sich an diesem Tag unter Umständen ein Nachfolger für die Pfarrstelle während eines Gottesdienstes in Genthin vorstellen. "Das wissen wir Mitte Oktober." Sollte es dazu kommen, seien die Altenplathower nach Genthin eingeladen.

 

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