Genthin/Tucheim l Die Ortsfeuerwehr Tucheim kann künftig mit einem Hubrettungsfahrzeug arbeiten. Bei dem Gebrauchtfahrzeug handelt es sich um eine Drehleiter Typ DLK (Drehleiter mit Rettungskorb) 18-12. Sie erreicht eine maximale Rettungshöhe von 24 Metern. Das Fahrzeug aus dem Jahr 1992 wurde im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung beschafft. Die Firma Metz Aerials in Karlsruhe hat als Hersteller von Hubrettungsfahrzeugen den Auftrag erhalten", so Genthins Bürgermeister Thomas Barz.

Die Drehleiter war zuvor in Karlsruhe aufgearbeitet worden. Die Anschaffung der Drehleiter erfolgte auf Grundlage der Risikoanalyse und des Brandschutzbedarfsplanes der Stadt Genthin. Der Stadtrat hatte dem im November 2013 zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf mehr als 150 000 Euro.

In dem Strategiepapier für die Planung und Organisation des Brandschutzes und der Hilfeleistung durch die Ortsfeuerwehren im Gebiet der Stadt Genthin wurde die Notwendigkeit der Beschaffung der Drehleiter zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges an mehreren mehrgeschossigen Wohngebäuden im Ortsteil Tucheim festgestellt (Volksstimme berichtete) und in die Planung aufgenommen.

Bevor sich die Drehleiter in Richtung Tucheim bewegte, stand in Karlsruhe eine zweitägige Einweisung für die Drehleiter-Maschinisten der Ortsfeuerwehr Tucheim sowie für den Gerätewart-Feuerwehrtechnik der Stadt Genthin an.

Thomas Barz: "Bemerkenswert ist, dass nach Auskunft der Karlsruher Firma mit der Tucheimer Kameradin Heidi Hartigs als eine der wenigen Drehleiter-Maschinisten in Sachsen-Anhalt eine Frau an der Einweisung teilnahm." Für die Tucheimer Feuerwehrleute steht nun eine intensive Ausbildung an und mit der Drehleiter auf dem Plan. Anfang November soll sie offiziell übergeben werden.