Genthin l Weniger Unterricht als im Lehrplan vorgesehen wird zur Zeit am Bismarck-Gymnasium erteilt. Das sagte Schulleiter Volker Schütte im Rahmen der Vollversammlung des Fördervereins der Schule. Grund sei die schlechte personelle Situation. "Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Das wird besonders in den Fremdsprachen und Naturwissenschaften deutlich."

Nach der Verabschiedung von sechs Lehrern in den Ruhestand beziehungsweise an andere Schulen im vergangenen Schuljahr waren deren Stellen zum Teil nicht neu besetzt worden. Das Landesschulamt schrieb dazu auf Volksstimme-Anfrage: "Das Bismarck-Gymnasium war in den letzten Jahren mit erheblichen Personalüberhängen ausgestattet." Außerdem sei eine Stelle für eine Französisch-Lehrkraft ausgeschrieben worden. Diese konnte mangels Bewerbungen allerdings nicht besetzt werden." Für die Fachabsicherung im Französischunterricht wurden zwei Lehrkräfte anderer Schulen bereitgestellt, heißt es aus dem Landesschulamt weiter.

"So schlimm, wie im vergangenen Jahr befürchtet, ist es nicht geworden", sagte Schulleiter Volker Schütte. Der Französischunterricht sei abgesichert, Probleme gebe es bei den Naturwissenschaften. Hier werden weniger Stunden erteilt, als vorgesehen. "Es handelt sich aber um geringfügig weniger Stunden", betonte Schütte. Ein großes Problem sei dies nicht. Und: "Die Stellen sind ausgeschrieben, es mangelt an Bewerbern." Gerade Mathematiklehrer würden dringend gesucht.

"Wir hoffen, im nächsten Halbjahr wieder nach Plan unterrichten zu können." Dies hänge auch davon ab, ob ein Referendar, der gegewärtig am Bismarck-Gymnasium beschäftigt ist, nahtlos dort weiterarbeiten kann.

Laut Volker Schütte sei die Situation am Bismarck-Gymnasium noch vergleichsweise gut. "An anderen Schulen ist es deutlich schlimmer, zum Beispiel im Harz."