Genthin l Ein Abend ganz im Zeichen der Wiener Klassik, ganz im Zeichen der Kompositionen des großen Wolfgang Amadeus Mozart erlebten die Besucher der St. Trinitatiskirche am Donnerstagabend. "Selbst den Engeln im Himmel könnte nichts Besseres einfallen als Mozart", sagte Pfarrer Reinhard Simon in seinen Grußworten.

Der Kammerchor Porta Westfalica und das Kammerorchester "La Réjouissance" gastierten unter der Leitung von Georg Kindt. Wunderbar feierlich und volltönend gelang bereits das Te Deum Laudamus (KV 141), das Chor und Orchester zum Einstieg boten. Beim Stück Exultate jubilate (KV 165) durfte Sopranistin Stephanie Hanf die solistischen Partien mit ihrer klaren, hell tönenden Stimme veredeln.

Überhaupt boten die vier Solisten, zu denen neben Hanf auch Sandra Marks (Alt), Sven Olaf Gerdes (Tenor) und Matthias Nenner (Baß) zählten, eine hervorragende Leistung und eine stimmliche Präsenz auf hohem Niveau.

Das Zusammenspiel zwischen Chor und Orchester klappte vorzüglich. Mit sicherer Hand sorgte Konzertleiter Kindt für einen transparenten schlanken Klang, dessen Nuancen auch in den hinteren Reihen bestens wahrnehmbar war. Deutlich war die Aussprache der Sänger, lebendig das Zusammenspiel von Streichern und Bläsern. Ein großer und würdiger Konzertabend.

Veredelt wurde dieser durch die Krönungsmesse (KV 317), die in früherer Zeit eine der bevorzugten Kompositionen für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen gewesen ist. Beeindruckend waren hier die sinfonischen Elemente, aus deren Klang immer wieder die Oboen hervortraten. Das Wechselspiel aus Solostimmen, Chor und Orchester beeindruckte, so dass sich dem Dona nobis pacem (Gib uns Frieden) ein minutenlanger Applaus anschloss. Der Wunsch nach Frieden und der Rückblick auf die friedliche Revolution vor 25 Jahren waren auch die zentralen Elemente der Worte, die Bürgermeister Thomas Barz an die Besucher richtete.

Er erinnerte an den Wert den Frieden und Freiheit für die Gesellschaft haben. Diese Werte gelte es auch der jungen Generation weiterzuvermitteln, forderte der Bürgermeister. Am Ende des Abends verabschiedeten sich Chor und Orchester bis zum nächsten Mal im Jahr 2015.