Genthin (mfe) l Viele erfreute Gesichter gab es am Montag im Genthiner Union Kino. Mehr als hundert Besucher hatten sich zum ersten Seniorenkinotag eingefunden, um den Film "Ziemlich beste Freunde" zu sehen.

"Wenn so etwas angeboten wird, sollte man es auch wahrnehmen", sagte eine Besucherin, die mit einem von der Volkssolidarität gecharterten Bus angereist war. "Für uns ist die große Resonanz ein Riesenerfolg", bekannte auch der Vorsitzende der Stadtsenioren, Fritz Franke.

Für die monatlichen Kinovorführungen haben die Stadtsenioren eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die für die Vorbereitung der Veranstaltung zuständig war. "Diesmal war der Aufwand ein wenig größer, weil wir uns zum ersten Mal in diesem Rahmen getroffen haben", sagte Franke.

Auch einige Stadträte sowie Bürgermeister Thomas Barz hatten sich eingefunden. "Es ist ein schöner Tag für Genthin. Sie haben eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen, die viele Leute auf die Beine gebracht hat", lobte Barz das Engagement des Seniorengremiums.

Dabei sei viel Arbeit im Vorfeld vonnöten gewesen, aber gerade das Ehrenamt halte eine Gesellschaft zusammen. Eine Stadt lebe von den Begegnungen der Menschen, fügte der Bürgermeister hinzu. "Das gibt es in kleinen Städten nicht mehr so oft." Wenn die Menschen eine Einrichtung wie das Kino wertschätzen und dessen Veranstaltungen wahrnehmen würden, könne es auch langfristig erhalten werden.

Mit einem Augenzwinkern bekannte Barz, dass er gern ins Kino gehe: "Am liebsten wegen des Popcorns." Über den Film sagte er: "Ich durfte aus einer Liste drei Filme mit auswählen und der Streifen war auch dabei."

Der Film um einen dunkelhäutigen Pfleger und seinen querschnittgelähmten Schützling kam gut beim Publikum an. Vor allem, weil die Geschichte mit ihren zahlreichen komischen und auch nachdenklichen Momenten zeigte, dass das Leben in vielen Dingen etwas zu bieten hat und dass die Dinge oft nur einer besonderen Betrachtungsweise bedürfen, um ihnen etwas Positives gewinnen zu können.

"Der Film war eine gute Wahl", befand auch Karl-Heinz Koszior. Der Kreisseniorenvorsitzende hatte sich besonders für ein Seniorenkino stark gemacht. Er hoffe, dass von dem Tag ein Signal für die weiteren Veranstaltungen ausgehe. Denn im November soll die Veranstaltung mit dem nächsten Film im Seniorenkino fortgesetzt werden. "Dann wollen wir den ersten Mittwoch im Monat als regelmäßigen Termin festsetzen", kündigte Fritz Franke an.

Die nächste Veranstaltung der Genthiner Stadtsenioren ist eine offene Verkehrsteilnehmerschulung im Lindenhof. Diese findet am 14. Oktober zwischen 15 und 17 Uhr statt.

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