Genthin l Erleichterung allerorten: Nach einer Serie von bisher 23 Straftaten konnte ein 31-Jähriger als dringend Tatverdächtiger dingfest gemacht werden.

Der junge Mann aus Genthin sei mutmaßlich für mindestens 18 Straftaten im Jerichower Land und fünf im Bereich Brandenburg verantwortlich, hieß es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Stendal und des Polizeireviers Jerichower Land. Auch aufgrund von zahlreichen Zeugenaussagen sei die Polizei dem Dieb auf die Spur gekommen. Eine Reihe von Einbrüchen und Diebstählen, die auf das Konto des jungen Mannes gehen, beunruhigten zunehmend die Bevölkerung. Ende August zog der mutmaßliche Täter in Genthin, Seedorf und Nielebock eine Diebesserie durch, die die Polizei dazu veranlasste, die Bevölkerung eindringlich darauf hinzuweisen, auch nur bei kurzer Abwesenheit Grundstückstore bzw. Haustüren und Fenster zu verschließen.

Dem Tatverdächtigen wird unter anderem vorgeworfen, unverschlossene Wohnhäuser ausgespäht und mehrfach in diese eingedrungen zu sein. Dabei soll er gestohlen haben, was aus den Häusern leicht mitzunehmen war. Unter anderem Bargeld, Schmuck und elektronische Gegenstände. Doch obwohl der Mann mit wenig Aufsehen in die Wohnungen gekommen war, blieb seine Anwesenheit nicht immer unbemerkt.

Mehrfach sei der Tatverdächtige in den Häusern auf anwesende Bewohner getroffen und dann geflüchtet. Wohl auf das Konto des mutmaßlichen Täters geht ebenso ein Einbruch am 4. September in der Genthiner Zillestraße. Auch hier hatte er unbemerkt ein Einfamilienhaus betreten und ließ ein Portemonnaie mit einigen hundert Euro Bargeld mitgehen. Als der 31-Jährige in diesem Fall auf den Hausherrn traf, versetzte er ihm einen Hieb ins Gesicht und machte sich mit dem Geld aus dem Staub.

Nur wenige Tage später, am 8. September, schlich der Tatverdächtige erneut unbemerkt in ein Einfamilienhaus an der Straße der Opfer des Faschismus in Genthin und stahl dort Schmuck, Uhren und Bargeld. Im Flur des Hauses traf der mutmaßliche Dieb auf eine Bewohnerin, die allerdings vergeblich versuchte, den Flüchtenden aufzuhalten.

In anderen Fällen ließ der wegen Eigentums- und Betäubungsmitteldelikten polizeibekannte Mann Fernseher, Fahrräder und elektronische Werkzeuge mitgehen. Bei dem 31-jährigen Genthiner konnte die Polizei umfangreiches Diebesgut feststellen. Einem Antrag der Staatsanwaltschaft Stendal folgte das zuständige Amtsgericht und ordnete Untersuchungshaft an. Der Genthiner wurde bereits in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.