Parchen (mae) l Der "Tag der Regionen" wurde auch in diesem Jahr wieder in Parchen begangen. In der Leinölmühle bei Ernst-Adolf Kampe gab es eine Vielzahl von Aktionen beim Familientag. Kampe betreibt die Ölmühle als Familienbetrieb. Der Leinsamen wird in Kade angebaut. Das gewonnene Leinöl wird im Geschäft in Parchen verkauft, aber mittlerweile auch deutschlandweit versendet. "Die Festbestandteile nach dem Pressen dienen als Dünger für Tomaten und Kartoffeln, aber auch als Futter für Pferde, die das besonders mögen", erläutert der Betreiber.

Als Besonderheit konnten die Besucher bei der Ernte von Kürbissen zuschauen. Viele Kinder halfen beim Aushöhlen der Kürbisse und Sammeln der Kürbiskerne für die weitere Verarbeitung. Außerdem hieß es in einem kleinen Spiel, das Gewicht von einem riesigen Kürbis zu erraten. Hannes Wiese aus Parchen lag mit seiner Schätzung am nähesten und gewann einen Einkaufsgutschein. Der Kürbis brachte stolze 80 Kilo auf die Waage. Auch im Schloss Parchen war einiges los. "Wir hatten rund 30 Besucher, die sich an Führungen zum Thema Adel und Mittelalter anschlossen", resümierte Heiko Mahrenholz vom Schloss-Förderverein. Viele Besucher aus der Region Genthin und Burg hätten vorbeigeschaut. "Einer war aber auch extra aus Norddeutschland angereist", freuten sich die Vereinsmitglieder. Der Tag der Regionen wurde erstmals 1999 in Bayern und Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Seit 2002 gibt es eine Ausdehnung auf andere Bundesländer. Mit dem Aktionstag sollen den Menschen Produkte und Besonderheiten aus der Heimat vorgestellt und somit die ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe unterstützt werden. Mittlerweile gibt es in mehreren Bundesländern an diesem Tag rund 1000 Aktionen.

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