Wie eine 90-Jährige sieht Ingeburg Netz ganz und gar nicht aus: Frisch und lebensfroh empfängt die Güsenerin die vielen Gratulanten, die sich an diesem besonderen Tag bei ihr "die Tür in die Hand geben"...

Güsen l Dass viel über sie geschrieben wird, möchte sie nicht. Aber ein bisschen - in Ordnung, das darf sein. Sozusagen in drei Sätzen fasst Ingeburg Netz ihr langes Leben zusammen: Sie ist Schlesierin, stammt aus Breslau und kam 1945 als Flüchtling nach Güsen. 1946 hat sie geheiratet, seit 1999, als ihr Mann starb, lebt sie allein in ihrer gemütlichen Wohnung.

Drei Kinder hatten die beiden, auch einer der Söhne lebt schon nicht mehr. Der andere Sohn und die Tochter wohnen weit weg, aber zu besonderen Anlässen wie diesem und auch sonst hin und wieder sind sie natürlich hier. Um vier Enkel und auch schon um vier Urenkel hat sich die Familie inzwischen vergrößert. Darauf ist Ingeburg Netz natürlich stolz.

Gearbeitet hat sie 25 Jahre lang als Buchhalterin im Betonschwellenwerk in Güsen. Kolleginnen von damals sind unter den Gratulanten. Und auch Güsens Ortsbürgermeister Dr. Helmut Preuß gratuliert. "Ich habe mit Ihrem Sohn früher Handball gespielt", erinnert er sich.