Genthin l Besonderer Glanz für den Veranstaltungsraum der Stadt- und Kreisbibliothek Genthin. Seit einigen Tagen sind Bilder der Mützelerin Edith Danner zu sehen. Die Werke machen dem Titel der Ausstellung "Variantionen" in zweifacher Hinsicht alle Ehre. Zum einen präsentiert Danner ihre Vielschichtigkeit mit Bleistiftzeichnungen, Aquarellen und Acrylgemälden. Auf der anderen Seite lässt sich die 67-Jährige nicht auf ein Thema festlegen. Bilder von Landschaften stehen neben Skizzen, abstrakte Farb- und Formstudien neben zweifarbigen Collagen. Die Bilder waren in dieser Form noch nicht zu sehen. Sie sind alle entstanden in den Jahren 2010 bis 2014.

Zur Eröffnung hatten sich viele Freunde der Hobbykünstlerin eingefunden. Unter ihnen auch das Ehepaar Thurid und Rolf Winkler aus Gommern. Beide bereicherten die Eröffnung mit Auszügen aus ihren Büchern "was du nicht hörst" und "was du nicht siehst". Für Edith Danner war es die Erfüllung eines Wunsches, die Vorträge zu diesem Anlass zu hören. Sie selbst stellte sich den Fragen der zahlreichen Besucher und stellte einige Werke im Besonderen vor. "Mir liegen die drei ganz neuen Aquarelle besonders am Herzen", verriet sie. Die "Tosende See" beeindruckt den Betrachter durch die Farbgebung. Ein weiteres Bild aus dieser Reihe zeigt einen See in der Wüste. "Diese Landschaft ist nicht so trostlos, als das nicht irgendwo eine Oase zu finden wäre", so die tröstliche Botschaft Danners.

Während die mit Bleistift geschaffenen Aktskizzen feine, aber nicht unanständige Betrachtungen der menschlichen Bewegung sind, besticht bei einem anderen durch Sprühfarbe entstandenen Werk die klare Strukturierung und Farbgebung. In den Jahren 2005/06 begann sie unter der künstlerischen Leitung von Walburg Spitzenberg an der Volkshochschule in Genthin mit dem Malen. Seitdem hat sie an zahlreichen Kursen und Workshops teilgenommen, die sie immer wieder zu anderen Künstlern und damit neuen Inspirationen führte.

Eine Vorliebe gilt der Verarbeitung mehrerer Elemente in einem Bild. Sprüche und Weisheiten, die sie irgendwo gehört hat, verfolgen Edith Danner dabei immer wieder und fließen in ihre Kunstwerke ein. Die Ausstellung in der Bibliothek ist in den kommenden Wochen zu sehen.