Genthin l Ein lautes Heulen gellte gestern Mittag durch das Gebäude der Uhland-Grundschule. Der laute, schrille Ton der Alarmsirene erschreckte viele der Kinder, die aus ihrer täglichen Routine des Unterrichts herausgerissen wurden.

Angeleitet von ihren Lehrern und Erzieherinnen verließen die Grundschüler das Gebäude und versammelten sich auf dem Hof. Von weitem waren zu diesem Zeitpunkt schon die Polizei- und Feuerwehrsirenen zu hören, die sich dem Schulgelände näherten.

Auch ein Rettungsfahrzeug gehörte zum Tross. Die Mitglieder der Feuerwehr Genthin legten die Atemschutzgeräte an und rollten die Löschschläuche aus. Des Rätsels Lösung war: Das ganze war eine Notfallübung. "Nach den gesetzlichen Vorgaben der Evakuierungsordnung müssen wir diese Übung in den Grundschulen durchführen", erläuterte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig.

"Ihr seid ganz schnell aus dem Gebäude gekommen und hier eingetroffen", lobte er die Kinder auf dem Hof. Allerdings einen kleinen Makel fand er doch: "Die Klasse aus dem unteren Raum ist durch den Nebel gelaufen." Das sei diesmal zwar nicht schlimm, aber: "Wenn ihr vor dem Klassenzimmer Rauch seht, bleibt drinnen, wir holen euch dann." Das sei auch der Grund, weshalb einige Feuerwehrleute zuerst in die Schule gelaufen seien. "Wir müssen sehen, ob noch jemand im Gebäude ist."

Äußerst realistisch wurde das Szenario aufgebaut. Das Treppenhaus ist vernebelt worden. Insgesamt war Schmechtig mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Die Schüler und Beschäftigten hätten sich im Zeitrahmen komplett im Hof versammelt und die Einsatzkräfte seien rechtzeitig vor Ort gewesen.

"In der Uhland-Grundschule wird die Alarmordnung beherzigt", so das Fazit des Stadtwehrleiters.

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