Derben l Nein, es war diesmal nicht in der Zeitung angekündigt worden. Das war aber nicht so geplant. Der Grund ist ganz einfach: "An dem Tag, als wir den Termin bekanntgemacht haben, waren schon alle Plätze weg", berichtete Anita Hempel, Vorsitzende des Heimatvereins. Viele hätten sich schon im Vorfeld Plätze reserviert, weil sie immer wieder kommen. Einige Neue waren auch dabei.

Und mehr geht nicht. Der Raum im Dorfgemeinschaftshaus setzt Grenzen. Und auch für die Vereinsmitglieder ist es so genug: Sie hatten reichlich zu tun, um all die leckeren Sachen vorzubereiten, zu kochen, Salate, unter anderem mit Hering, zu bereiten, Kräuterquark anzurühren und noch manches mehr. Drei Sorten Kartoffel gab es: "Laura" vom Bauern aus Krüssau, "Hermanns Blaue" aus Anita Hempels Garten und "Linda" von Kampes aus Parchen. Von dort stammt auch das Leinöl, berichtete Anita Hempel und warb kräftig dafür: "Das ist sehr gesund!" Die Frauen vom Heimatverein bauten ein langes Büfett auf, das die Gäste vor ein großes Problem stellte: Die Qual der Wahl! Wer wirklich von allem kosten wollte, der musste sich schon auf "Kostehäppchen" beschränken - so vielseitig war das Angebot.

Nach dem Essen sorgte Anita Hempel dafür, dass keine Langeweile aufkam: Sie hatte mal wieder ein Quiz vorbereitet. Mehrere Gläser mit Sämereien von Nutzpflanzen standen bereit, und nun sollte jeder sein Wissen testen und aufschreiben, von welchen Arten die Samen sind - keine leichte Aufgabe, denn vorgegeben waren diesmal keine möglichen Antworten.

Von einem anderen Quiz erfolgte noch die Siegerehrung: Im aktuellen Kalender des Derbener Heimatvereins gibt es ein Rätsel. "Ich hatte gehofft, dass Tausende Einsendungen bei mir im Postkasten landen", scherzte Anita Hempel. Es waren aber nur zwei. Trotzdem will sie es beim nächsten Kalender wieder versuchen und hofft dann auf bessere Beteiligung. Es gab Fragen zur Dorfgeschichte, die durch Lesen der Beiträge im Kalender zu beantworten waren. Das Lösungswort lautete "Elbaue".

Die beiden einzigen Teilnehmer haben dann auch die Preise bekommen: Ruth Gehrs und ihre Tochter Christina Pierau.

Der neue Kalender sei bereits in Arbeit, sagte Anita Hempel. Bis Mitte November soll er fertig sein.

Für die Schifferscheune ist die Sommersaison ab sofort zu Ende: Es ist nun nicht mehr regelmäßig sonntags geöffnet, aber nach Anmeldung können Besucher weiterhin gern kommen. "Dieses Jahr war die Schifferscheune gut besucht", freuen sich die Mitglieder des Heimatvereins. Unter anderem waren etliche Gruppen hier, darunter einige von weiter her. Auch etliche neue Schiffsmodelle wurden dem kleinen Museum zur Verfügung gestellt.

   

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