Das erste Fest nach dem Umbau lockt viele Gäste aus der Region in den Zabakucker Tierpark. Besonders junge Familien nutzen die neu entstandenen Spielmöglichkeiten mit ihren Kindern und spazieren beim Herbstfest durch die Parkanlage.

Zabakuck l Der Umbau im Zabakucker Tierpark ist komplett. Für Leiterin Juliane Reimann ein guter Grund für ein Herbstfest. "Es ist gleichzeitig eine Veranstaltung, die zeigen soll, dass wir nach der langen Umbauphase im Sommer wieder da sind", sagt sie. Dann ist sie wieder unterwegs, um die Helfer an den Ständen mit Nachschub zu versorgen und Getränke- und Essensmarken einzusammeln, die die Gäste am Einlass bekommen, um sich später im Tierpark einen Imbiss zu gönnen.

"Es ist wirklich schön geworden."

Melanie Kageler, Genthin

Viele junge Familien tummeln sich auf den neu angelegten Spielplätzen und nutzen den milden Herbsttag für einen Spaziergang vorbei an den Gehegen, in dem nun beispielsweise auch exotische Tiere wie Kängurus zuhause sind.

"Es ist wirklich schön geworden, gerade auch mit den Spielmöglichkeiten für die Kinder", sagt Besucherin Melanie Kageler. Die Genthinerin ist samt Mann Sebastian, dem vierjährigen Oskar und Sohn Enno, der gerade fünf Monate alt ist, in den Tiergarten gekommen.

Die letzte Erbsensuppe aus der Gulaschkanone der Zabakucker Feuerwehr ist bereits am frühen Nachmittag vergriffen. "Eintopf und Bockwurst waren beliebt", sagt Wilfried Wagener und gibt die letzte Suppenschüssel raus. Hungrig bleibt hier aber keiner, denn Bratwurst vom Holzkohlegrill und ein großes Kuchenbüfett gilt es im Laufe des Nachmittages auch noch zu räumen.

Unterdessen rückt Phil Keil sein Mikro zurecht und nimmt an seinem Schlagzeug Platz. Dann startet der Siebenjährige mit der zweiten Musikrunde. Es gibt aktuelle Chartmusik, zu der er mit den hölzernen Trommelstöcken auf die Felle schlägt und auch einige Liedzeilen mitsingt. Mit seinem Auftritt sammelt er Spenden für den Tierpark.

An einer weiteren Station für die Kinder werden von Erzieherinnen der Kita Zwergenland fantasievolle Motive auf die jungen Gesichter gezaubert.

Für die Präriehunde scheint das Herbstfest etwas zuviel Trubel, sie kommen nicht aus den Erdlöchern ihres Geheges, das mitten auf dem Festplatz steht.

Für Hundefreunde gibt es etwas Besonderes zu erleben. Die Rettungshundestaffel des DRK Stendal zeigt, wie die Vierbeiner für die Suche von Menschen ausgebildet werden. "Heute lernt Balto von Neo, der bereits als geprüfter Rettungshund im Einsatz ist, wie das Verbellen funktioniert", erklärt Sandra Meister. Dazu bellt Neo solange, bis dem erst einjährigen Balto auch ein Bellen entlockt wird, für das er anschließend ein Leckerli bekommt. Im Ernstfall bellen die ausgebildeten Hunde solange neben einer vermissten Person, bis die Retter eintreffen.

Auch frieren müssen die Besucher an diesem Nachmittag nicht. Gleich zwei Feuerstellen gibt es auf der Veranstaltung. Hier haben sich Kinder mit ihren Eltern versammelt, um in Ruhe ein Stockbrot zu backen. Das macht auch der vierjährige Moritz mit Vater Stefan. "Jetzt muss ich das Brot glaub` ich mal umdrehen", sagt der Junge, als er sieht, dass eine Seite schon goldbraun gebacken ist. Dem Vater gefällt die neue Aufteilung im Park: "Für die Kinder ist es ideal."

Die Mühe der Helfer hat sich gelohnt. "Ohne sie wäre das Herbstfest auch nicht möglich gewesen", betont Reimann und ist froh, dass alles so gut funktioniert hat.

Ab 1. November beginnt im Zabakucker Tierpark die Winteröffnungszeit. Dann kann die Anlage der Elbe-Havel-Werkstätten bis zum 31. März von montags bis sonntags zwischen 10 und 16 Uhr besucht werden.

   

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