Schopsdorf (bsc) l Die Ortschaftsräte votierten in ihrer Sitzung für den Bau einer Geschwindigkeitsdämpfung in der Ortsdurchfahrt Schopsdorf (L 52). Die Verwaltung der Stadt Genthin wurde aber gebeten, noch einmal Nachverhandlungen mit der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB), auch mit Blick auf die dringende Notwendigkeit der Maßnahme, zu führen. Die LSBB möge prüfen, so die Räte, ob die geforderte Ablösesumme in Höhe von 36 000 Euro noch angemessen und sachlich richtig ist. Die Baumaßnahme selbst ist mit rund 90 000 Euro geplant. Die Räte sind dagegen, eine Ablöse zu zahlen. Auch die Stadtverwaltung ist dieser Ansicht. Die LSBB hält eine Geschwindigkeitsdämpfung in der Ortsdurchfahrt Schopsdorf für unnötig. Die Räte fragten sich, warum eine solche Maßnahme auf der gleichen Straße, der Landesstraße 52, fünf Kilometer weiter in Ziesar aber befürwortet und auch umgesetzt wurde. Sven Mehlhase erinnerte daran, dass "wir schon viel Geld in Planung und Vermessung gesteckt haben". Für ihn ist die Forderung nach der Ablösesumme "eine Frechheit". "Besteht denn überhaupt eine Notwendigkeit für diese Geschwindigkeitsdämpfung?", wollte Holger Schönborn wissen. "Die Notwendigkeit war schon vor Jahren eine Streitfrage", so Genthins Bürgermeister Thomas Barz. Für Heike Heiser "sind die 90 000 Euro viel Geld, aber wir wollen es ja so haben. Es sind schließlich unsere Kinder, die an der Straße stehen".

Die Sanierung der Landesstraße der L 52 vom Ortsausgang Schopsdorf in Richtung Ziesar ist vom Tisch. Bürgermeister Barz informierte darüber, dass die LSBB diese Maßnahme für das kommende Jahr abgesagt hat.