Genthin (spö) l Vom Freitag, 14. November, bis Freitag, 5. Dezember, ist im Foyer des Kreishauses die Ausstellung "Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben" zu sehen.

Die Ausstellung thematisiert die unbekannten Lebenswege und Schicksale von jugendlichen Häftlingen zweier "vergessener Lager". Bis in die 80er Jahre ist weitgehend unbeachtet geblieben, dass der SS- und Polizeiapparat des national-sozialistischen Deutschland sogenannte "polizeiliche Jugendschutzlager" in Moringen und in der Uckermark als spezielle KZ für Jungen und Mädchen im Alter von zirka 10 bis 25 Jahren eingerichtet hatte. Diese Ausstellung hat die Aufgabe, dieses Vergessen "aufzubrechen" und die Aufklärung über historische Gegebenheiten.

Fremdfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Gewalt, das sind nicht Themen aus vergangenen Zeiten, sondern sie sind gegenwärtig. In Schulen, auf den Straßen, in Freizeiteinrichtungen, der Clique oder an anderen Orten müssen die Kinder und Jugendlichen sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Um die Auseinandersetzung zu führen, brauchen die Beteiligten ausreichende und gesicherte Informationsangebote.