Bei der TCS AG in Genthin wurde gestern der Grundstein für einen Firmenerweiterungsbau gelegt. Dabei werden der denkmalgeschützte Hanfspinnerei als Herzstück vier architektonisch anspruchsvolle Gebäude hinzugefügt, so dass ein harmonisches Ensemble entsteht.

Genthin l Geschäftsführer Otto Duffner reflektierte zum Auftakt der Grundsteinlegung kurz die nahezu 20-jährige Entwicklung der TCS (TürcontrolSysteme) AG vor zahlreichen Gästen, um schnell auf die Notwendigkeit des Erweiterungsbaus zu kommen. Es sei aufgrund des stetigen Wachstums des Unternehmens notwendig, die Produktionskapazitäten zu erweitern. Das Unternehmen sei zudem bemüht, neue Produkte zu entwickeln und neue Geschäftsfelder zu erschließen, sagte der Geschäftsführer.

Der Erweiterungsbau wird konkret Teile der Produktion, der Mechanik und der Verwaltung beherbergen. Duffner: "Wir wollen mit dem Erweiterungsbau die Grundlage für den weiteren Unternehmenserfolg schaffen."

Als Fertigstellungstermin ist Ende 2015 avisiert. An die Adresse der Architekten gerichtet sagte Otto Duffner mit einem heiteren Unterton, dass sie hier eine Lehrstunde erhielten. "Es ist hier schwierig, den Bauherren zufriedenzustellen."

1995 gegründet, verkaufte das Unternehmen weltweit die erste patentierte Türsprechanlage auf der Basis der softwaregesteuerten TCS:BUS-Technologie und schaffte damit den Aufstieg zu den führenden Spezialisten in der Herrstellung innovativer Kommunikationstechnik. TCS als mittelständisches Unternahmen gibt am Hauptsitz in Genthin 100 Mitarbeitern Arbeit, 220 sind es weltweit.

Die TCS AG, betonte Geschäftsführer Duffner, müsse in der unmittelbaren Region Genthin eine gewisse Bekanntheit erlangen, um Fachkräfte und Azubis gewinnen zu können. "Sie müssen erkennen, welche Chancen wir bieten und welche interessanten zukunftsfähige Möglichkeiten wir aufzeigen".

Landrat Steffen Burchardt (SPD) brachte in seinem Grußwort zum Ausdruck, dass die Erweiterung der TSC ein Zeichen dafür sei, dass sich in Genthin vieles im Wandel befinde und es eine Weiterentwicklung gebe. TCS habe die "Ärmel hochgekrempelt und gezeigt, was hier möglich ist", sagte der Landrat.

Genthins Bürgermeister Thomas Barz (parteilos) hob insbesondere auf die lange Geschichte ab, die sich mit dem Standort der Hanfspinnerei verbindet. TCS bezeichnete Barz als "Genthiner Wirtschaftswunder". Mit dem Blick auf Visionen für Genthin bedürfe es Unternehmen wie TCS, die die Kanalstadt lebenswert und attraktiv machen.

Die Edelstahlhülse mit einer gelaserten Inschrift, eine Maßanfertigung des Hauses, wurde befüllt mit der meist verkauften Telefonanlage der Firma, Geldmünzen, einer aktuellen Ausgabe der Volksstimme und einer Unterschriftensammlung, auf der sich alle Mitarbeiter verewigten. Dann versenkten sie Geschäftsführer Otto Duffner, Landrat Steffen Burchardt und Bürgermeister Thomas Barz in einem Block und vollendeten die Grundsteinlegung mit mehreren Hammerschlägen.

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