Parchen l Die gesperrte Brücke in der Parchener Parkstraße soll abgerissen und durch einen Fußgängerüberweg ersetzt werden. Nachdem auf der Sitzung des Ortschaftsrates viele Einwohner kritisiert hatten, dass die Brücke "von jetzt auf gleich" gesperrt wurde, hatte Bürgermeister Thomas Barz versprochen, Anfang nächsten Jahres einen Lösungsvorschlag zu präsentieren. An diesem wird jetzt gearbeitet. Konrad Spiegler beschäftigt sich mit der Planung der neuen Brücke. Er ist Inhaber eines Ingenieurbüros in Burg und unter anderem für Brücken im Gloinetal verantwortlich. Er hat sich in der vergangenen Woche mit dem Brückengutachter zusammengesetzt und betont: "Kosmetik hilft dieser Brücke nicht. Sie ist einsturzgefährdet." Sein Ansatz: Die Brücke abreißen und durch eine Stegbrücke aus Aluminium ersetzen. Diese soll mit 1,25 bis 1,50 Meter deutlich schmaler werden als die alte Brücke. Vorteil: Je schmaler, um so weniger kostet sie.

"Breiter muss die Brücke gar nicht sein", sagt Ortsbürgermeister Dr. Hubert Schwandt. Wichtig ist, dass Fußgänger, Radfahrer, Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren drüber kommen." Er sagte, dass die Brücke von vielen genutzt werde, um zur Kita, zum Bäcker oder zur Klapperhalle zu gelangen. Konrad Spiegler wird nun im Auftrag der Stadt ausrechnen, was die Aluminiumstegbrücke kostet. Dann würden Planung, Genehmigungsverfahren und Ausschreibung folgen, so Barz. "Unser Ziel ist es, dass die neue Brücke 2015 genutzt werden kann." Im Rat wurde außerdem der Zustand der anderen Brücke an der B1 bemängelt. Darum hat sich gestern ein Mitarbeiter des Bauhofs gekümmert und laut Barz 600 Platten auf dem Fußweg ausgetauscht, um die Befahrbarkeit zu verbessern.

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