Der Besucherstrom zum Kloster Jerichow schien kein Ende nehmen zu wollen: Etwa 8 400 Gäste mögen es gewesen sein, die zum "Advent im Kreuzgang" kamen. Das haben Zählungen und Hochrechnungen ergeben, und ein Blick auf die unglaublichen Menschenmengen konnte dieses Rekordergebnis nur bestätigen.

Jerichow l Die Grenze war nicht nur erreicht, sondern schon überschritten. So schätzte auch Jan Wißgott, Leiter der Stiftungsverwaltung, die Situation ein. In den Nachmittagsstunden war der Andrang so groß, dass er zeitweise am Eingang stand und nur so viele Besucher hinein ließ, wie gerade wieder herauskamen. "Eine solche Regulierung werden wir künftig von Anfang an vornehmen", kündigte er an. "Sonst geht der Wohlfühlfaktor verloren."

Immerhin waren es diesmal schon mehr Besucher an diesem einen Tag im Advent als im Sommer beim Klostergartenfest an zwei Tagen - und auf kleinerer Fläche. Das macht deutlich, was hier los war. Und trotzdem: Obwohl manch einem das "Gedrängel" zeitweise doch zu groß war, habe es erneut eine positive Resonanz gegeben, ist Wißgott zufrieden. Das gilt auch für die etwa 50 Standbetreiber. "Kein einziger war dabei, der sich beklagt hat. Sie wollen gerne wiederkommen." Nur zwei Stände waren wegen Krankheit ausgefallen, aber bei der riesigen Menge der Angebote machte das nichts.

Es hat auch wieder eine gute Mischung von Angeboten gegeben. "Und wir sind unserem Motto treu geblieben, nur Handwerkliches und keine Massenware zu bieten", betont Jan Wißgott. Beeindruckt war manch Besucher auch, dass es trotz des Ansturms kaum Wartezeiten an den Imbissständen gab. "Wir haben gelernt", schmunzelt Wißgott. Er hatte wieder einige Partner dazu geholt, trotzdem hatte die Stiftung an den eigenen Imbissständen und mit dem Glühwein noch so viel Umsatz, dass sich der sehr aufwändige Tag gerechnet hat. Denn Eintritt wurde ja nicht erhoben.

"Wir waren ja mit ein paar Dutzend Leuten 14 Tage in Gange, um den Innenbereich auszugestalten", erklärt Jan Wißgott. Und allein am Sonntag waren 36 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Stiftung von früh bis spät abends im Einsatz.

Wunderschön war abends das Konzert mit der Vokalgruppe "Niniwe". Hier hätten es aber noch ein paar mehr Besucher sein dürfen.

Lichterausstellung täglich bis 23. Dezember

Anfang der Woche ging es - unmittelbar nach dem Aufräumen vom "Advent im Kreuzgang" - für die Mitarbeiter schon wieder weiter mit den Vorbereitungen für die Lichterausstellung. Hierzu sind die Besucher ab sofort bis zum 23. Dezember täglich zwischen 16 und 18 Uhr willkommen. Der Eintritt ist frei.

Teil der Lichterausstellung ist diesmal eine Ausstellung von Krippen aus aller Welt. Diese Krippen stammen aus einer Sammlung von Elisabeth Scheffler aus Burgwedel-Fuhrberg bei Hannover. Die handgearbeiteten Krippen zeigen, wie unterschiedlich die Menschen das Weihnachtsgeschehen in ihrem jeweiligen Kulturkreis umsetzen.

Weiterhin gibt es im Gewölbekeller einen Wichtelmarkt, im beheizten Sommerrefektorium werden Waffeln und Glühwein angeboten, und hier gibt es auch eine Spielecke für die Kinder.

Darüber hinaus wird in allen Räumen wieder viel zu sehen und zu bestaunen sein. "Die Besucher sollen einfach kommen und sich in Adventstimmung versetzen lassen", sagt Jan Wißgott.

 

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