Bereits im November haben Helga und Eberhard Negro ihre eiserne Hochzeit gefeiert. Dazu fuhren sie in die alte Heimat nach Meißen, wo sie noch viele Verwandte und Bekannte haben. In Güsen wohnen sie seit 1955.

Güsen l Eiserne Hochzeit, das sind 65 gemeinsame Jahre. Und sie haben noch längst nicht genug voneinander. Gemeinsam waren sie am Mittwoch bei der Rentnerweihnachtsfeier. Auch der nächste Urlaub ist schon gebucht. An die Ostsee soll es im Sommer gehen. "Wir reisen viel, aber nur noch innerhalb von Deutschland", erzählen die beiden.

Eberhard Negro ist gebürtiger Dresdner und zog später nach Meißen, Helga Negro stammt aus Lommatzsch. Dort hat sie den Beruf der Glasschleiferin erlernt. Vor allem optische Linsen, aber auch Gebrauchsgegenstände wurden in dem Betrieb, wo sie gearbeitet hat, hergestellt.

Eberhard Negro begann sein Berufsleben mit einer Ausbildung zum Bau- und Möbeltischler, wurde dann Gewerkschaftsfunktionär und ging in die Bezirksleitung nach Dresden. Von dort wurde er zur Schule geschickt, um sich weiter zu qualifizieren. So kam er in die damalige FDGB-Schule nach Güsen und ist geblieben - als Lehrer und später stellvertretender Direktor. Parallel hat er acht Jahre Fernstudium absolviert, wurde Diplom-Gesellschaftswissenschaftler und Sozialpädagoge.

Da es in Güsen auch mit einer Wohnung klappte, zog 1955 die ganze Familie hierher. Einen Sohn haben Negros und eine Enkelin.

Hier in Güsen war Eberhard Negro etliche Jahre auch im Gemeinderat, war außerdem im Dorfclub und im Sport (Tischtennis) aktiv. Sein Hobby ist außerdem das Fotografieren, und beide lesen gern.