Genthin (khu) l Mobbing ist an Schulen ein großes Thema. Am Bismarck-Gymnasium fanden deshalb zwei Veranstaltungen statt, die dem entgegenwirken sollen. Finanziert wurden sie mit Mitteln aus dem Lokalen Aktionsplan. Dieser "Fördertopf" soll unter dem Motto "Toleranz fördern, Kompetenz stärken" die Jugendarbeit unterstützen.

Schwimmstunden der besonderen Art erlebten die Siebtklässler. Etwa 50 Schüler sowie ihre Lehrer Birgit Bessert, Jörg Hierse und Elternvertreterin Christiane Lange fuhren ins Marienbad nach Brandenburg. Das Motto der Veranstaltung: "Gemeinsam gehen wir nicht unter". Jeder musste seine Schwimmfähigkeit unter Beweis stellen, danach gab es einen Wettbewerb im Staffelschwimmen. Birgit Bessert erklärt die Idee dahinter: "Das Miteinander stand an erster Stelle. Unser Ziel war es, den Klassenverband zu stärken und so neue Schüler zu integrieren." Das scheint geklappt zu haben.

Nach dem Staffelschwimmen wurde Ball gespielt, die Wasserrutschen erobert und kunstvolle Sprünge vom Brett gezeigt. "Eine schöne Sache, um Mobbing vorzubeugen", sagt Birgit Bessert.

In der Aula des Gymnasiums fanden sich Anfang Dezember Neuntklässler der Sekundarschulen "Brettin" und "Am Baumschulenweg" sowie des Bismarck-Gymnasiums ein, um ein Theaterstück anzusehen. Bernd Neumann vom Jugendhaus Thomas Morus hatte die Gruppe "Bühnengold" aus Berlin organisiert, die das Zwei-Mann-Stück "Klick and Kill" präsentierten. Die Schauspieler Daniela Rupprechter und Mario Zuber brachten das Stück über Cybermobbing dann auch mit viel Leidenschaft auf die Bühne.

"Mobbing im Internet ist in Zeiten von Facebook und Twitter ein brandaktuelles Thema", sagte Bernd Neumann.

Die anschließende Diskussion zeigte, dass das Stück den Nerv der Neuntklässler getroffen hatte.

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